Terrorverlag > Blog > SECONDS IN FORMALDEHYDE > The Red in the Sky that was filled with Gloom

Band Filter

SECONDS IN FORMALDEHYDE - The Red in the Sky that was filled with Gloom

VN:F [1.9.22_1171]
Seconds-in-Formaldehyde-Red-Sky-Gloom.jpg
Artist SECONDS IN FORMALDEHYDE
Title The Red in the Sky that was filled with Gloom
Homepage SECONDS IN FORMALDEHYDE
Label EIGENPRODUKTION
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
0.0/10 (0 Bewertungen)

Ein Schelm, dessen erste Assoziation mit dem Titel „AT THE GATES!“ schreit. Aber hier liegt musikalisch etwas anderes vor: bereits seit Herbst letzten Jahres kann man sich die auf 30 Stück (sic!) limitierte CD-R des Projekts von Martin Fuhs über dessen dekorative Homepage beziehen. Unter dem Namen SECONDS IN FORMALDEHYDE fühlt sich der knapp 20-Jährige dazu berufen, die Musik zu veröffentlichen, mit der er – ich zitiere aus dem Beipackzettel – seinen „Seelenfrieden gefunden hat.“ Es handelt sich hierbei um drei Tracks zu insgesamt 40 Minuten, sehr entspannt und ruhig, überwiegend aufgebaut aus Gitarrendrones und viel Hall. Als Vorbilder gibt Fuhs im Booklet FEAR FALLS BURNING und AIDAN BAKER an – welche Gemeinsamkeiten hier vorliegen, kann ich leider nicht sagen, da ich beide Projekte nicht kenne.

Entgegen der Befürchtungen des Künstlers, inwieweit die Klangqualität okay sei, kann ich ihn und potentielle Hörer beruhigen: sie ist tatsächlich okay. Nicht okay finde ich die schlechte Druckqualität des Booklets, bzw. die Auflösung. Schade, denn das farbliche Thema in Blutrot gefällt mir gut und hätte auch zur Musik gepasst. Ich verstehe allerdings nicht, weshalb ein A5 (DVD-Hüllen-) Format gewählt wurde. Auch nicht, warum Fuhs sich weigert, seine CD-Rs zu beschriften. Hallo? Er als Künstler dürfte sich das schon erlauben. Wenn er lieber weiße Scheiben bevorzugt, sollte er das einfach sagen (oder besser: einfach gar nichts dazu sagen), denn so blank sehen sie nämlich sehr stylish aus.Dafür, dass die drei Tracks an sich monoton sind, schafft es Fuhs im Übrigen, sie untereinander einigermaßen abwechslungsreich zu gestalten. So beginnt „Whispering clouds of a Sustain enveloped the Landscape“ nicht sacht und leise, sondern mit einem etwas verzerrten Riff, auf welchem sich das Folgende aufbaut. „The lingering Sound of on single Chord defeated our Hope“ (Liedtitel, die kürzer als eine Zeile sind, gelten offenbar nicht) greift wiederum den letzten Akkord des Vorgängers auf und modifiziert ihn im Verlauf des Tracks leicht, auch wenn ich das Ende etwas zu abrupt finde.

Tatsächlich finde ich vorliegendes Debüt solide, aber eben auch nicht herausragend. Wenn ich nebenbei etwas arbeite oder lese, überhöre ich das Album leider viel zu schnell. Ich werde wohl angekündigte Nachfolger im Auge behalten und rate Ambient-Interessierten durchaus mal auf der Homepage reinzuhören.

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

Alle markierten Felder (*) müssen ausgefüllt werden.

Mehr zu SECONDS IN FORMALDEHYDE