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SELAIAH - Alpha Error

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Selaiah-Alpha-Error.jpg
Artist SELAIAH
Title Alpha Error
Homepage SELAIAH
Label EIGENPRODUKTION
Veröffentlichung 12.06.2007
Leserbewertung
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7.7/10 (16 Bewertungen)

Auch wenn es SELAIAH erst seit 2004 gibt, hat die Band aus Lohr so einiges hinter sich. So konnte man schon nach kurzer Existenz einen Gig beim „Up from the Ground“ verzeichnen, musste allerdings bald einen harten Schlag verkraften, da alle Mitglieder bis auf Gitarrist Benedikt die Band verließen. Ergo stand im Jahre 2006 ein Neuanfang auf dem Plan und dieser resultiert nun in der ersten Veröffentlichung der deutschen Prog-Deather.

Die Ambitionen, technisch versierten Prog/ Death zu zocken, geben SELAIAH dann auch gleich beim eröffnenden Instrumental „Might & Maim“ preis. Nach dem atmosphärischen Intro brechen vertrackte Riffings und treibendes Doublebass-Drumming durch, welche dennoch genug Raum für Eingängigkeit lassen. Die gut platzieren Breaks zurück in die atmosphärischen Bahnen sind dann teilweise etwas abrupt geraten, so dass der Hörer doch etwas aus dem Flow gerissen wird und auch einige Keyboard-Melodien treten manchmal ein Stückweit zu sehr in die Vordergrund, während die Sound-Teppiche meist gut unterstützend im Hintergrund wirken. „Wanderer of Time“ bietet nach dem melodischen Einstieg dann die volle Breitseite. Walzende Death Metal-Rhythmen und Riffs, fieses Growling und Gekreische wechseln sich mit atmosphärischen Passagen ab, bei denen dann auch cleaner Gesang zur Geltung kommt. Dabei steht der Gesangs-Fraktion die energische Variante um einiges besser als die melancholische, bei welcher der Stimme einfach etwas das Potenzial fehlt. Dies fällt auch beim gelungenen „Colourful Grey“ auf, wo die cleane, leicht gehallte Stimme sehr gut passt und sich schön mit dem Growling ergänzt. Auch die Gitarrenfraktion überzeugt, wobei auch bei diesem Song die Breaks hin zu den ruhigen Phasen wieder etwas kantig geraten sind. „Hated Life“ fügt sich stilistisch sehr schön in den eingeschlagenen Weg ein, entpuppt sich sogar als flüssigster Track auf „Alpha Error“, da die Übergänge und Einsätze der verschiedenen Instrumente und die Struktur von hart bis atmosphärisch am besten harmonieren.

So wird die mit 41 Minuten Spielzeit prall gefüllte EP ein sehr gelungenes Debüt von SELAIAH, bei welchem man deutlich merkt, dass die Band das Potenzial besitzt, ihren sicherlich weiter steigenden Ansprüchen gerecht zu werden. Dabei sollte man dennoch vielleicht überlegen, dass man nicht alles auf einmal auftischen sollte, denn man muss nicht alles in einen Song packen, sondern kann die Spannungsbögen auf bis zu 78 Minuten einer CD verteilen. Zudem zeigt ein gut bzw. laut produziertes Instrument nicht gleich die Wichtigkeit an. So würde jedes Einzelne noch besser wirken, würde man es nicht gleich in den Vordergrund mischen, sondern mehr im Hintergrund wirken lassen. Aber das ist ja das schöne an neuen jungen Bands. Die entwickeln sich und bei SELAIAH könnte das durchaus interessant zu beobachten sein.

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