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SELIG - Von Ewigkeit zu Ewigkeit

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Artist SELIG
Title Von Ewigkeit zu Ewigkeit
Homepage SELIG
Label UNIVERSAL
Veröffentlichung 01.10.2010
Leserbewertung
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6.7/10 (21 Bewertungen)

Lasst die Spiele beginnen, lasst die Löwen rein. SELIG gehen in die zweite Runde nach ihrer Re-Union! „Und gäb’ es mehr als dieses Leben“ – ihre Fans würden ewig mit ihnen gehen. Wahrscheinlich lagen anfangs Zweifel in der Luft, ob die Jungs an ihren Erfolg anknüpfen und sich endgültig wieder stabil in das Business eingliedern können. Ein halbes Jahr waren sie diesmal im Studio, haben sich kaum Urlaub gegönnt. Das Ergebnis dürfen wir jetzt vernehmen. Und für jeden, der SELIG schon immer „nett“ fand, ist „Von Ewigkeit zu Ewigkeit“ wirklich ein Geschenk. Wer auf dem Reunion-Werk „Und endlich unendlich“ den typischen SELIG-Sound phasenweise noch etwas vermisst hat, dem wird nun geholfen.

15 Songs umfasst das sogenannte „Fünfte Baby“ der Seligen. Als Opener erwartet den Hörer ein wirklich gut gemachtes Intro. Schließt man die Augen, hat man das Gefühl, man wird auf eine musikalische Reise eingeladen. Betrachtet man das Artwork des Booklets, fällt auf, dass wir uns in einer Fantasiewelt befinden und der „Eingang“ hätte das Tor zu dieser Welt kaum besser öffnen können. „5.000 Meilen“ ist im typischen SELIG-Stil gehalten. Der Song geht ziemlich nach vorne und Christian Neanders Gitarre kommt ganz schön auf ihre Kosten. Natürlich auch alle Fans dieser Klänge, denn Neander wird nicht eben selten als „Gitarren-Gott“ betitelt. Ich möchte an dieser Stelle einfach einwerfen: Es ist einfach unverkennbar Neander! „Wirklich gute Zeit“ bringt dann auch schon den ersten Herzschmerz mit sich, allerdings in gewohnter Plewka-Manier. In Sachen Text macht man Jan Plewka so schnell nichts vor. Dazu später noch einmal mehr. Der Song ist schön anzuhören und lädt direkt zum Mitsummen ein. Live stelle ich mir das etwas schwierig vor, dafür ist er ein wenig zu verträumt ausgefallen. Dennoch gibt es nichts zu meckern! „Lass sie reden“ setzt wieder auf den gewohnten und oft geliebten Band-Klangkosmos. Man hat das Gefühl, als hätten die Jungs ihr Re-Union Album gebraucht, um sich wieder hineinzufinden in ihre musikalische Welt. Der rhythmische Mid-Tempo Titel „Hol mich hier raus“ schmeichelt den Ohren. Eher ruhig gehaltene Strophen und ein Refrain, der niemanden auf seinem Stuhl halten wird. Definitiv tanzbar. Und wir finden auch wieder das typische „Plewka-Gekreische“. Der Spaß, den die fünf Hamburger haben, durchströmt den ganzen Raum. Anders kann man es nicht sagen. „Von Ewigkeit zu Ewigkeit“, übrigens auch die erste Auskopplung und Bundesvision Song Contest Starter, folgt alsdann. Der Song fällt etwas aus dem Muster, aber im positiven Sinne. Ein wunderschönes Liebeslied für Freunde, Freundin, Freund oder einfach ewige Wegbegleiter. Kommen wir zu meinem Lieblingsstück: „Hey Ho“ ist eine Mischung aus gelungener Poesie, getragen von einer ergreifenden Melodie! „Freier Fall“, „Dramaqueen“ und „1.000 Türen“, kleiden sich wie von SELIG gewohnt! „Ich bin kein Gott mehr“ geht nahtlos in „Doppelgänger“ über und eben jener in „Du fährst zu schnell“. Letzteres erinnert stark an RIO REISER, was bei Herrn Plewka aber schon lange keine Ungewöhnlichkeit mehr ist. Nicht mal im musikalischen Sinne,, eher text- bzw. stimmlich. Hier begegnen wir auch einer Akustikgitarre. Ich kann dem Track nicht all zu viel abgewinnen, muss man wohl eine längerfristige Chance geben, sich im Ohr festzusetzen. Am Ende wird es noch mal melancholisch. „Ich hoffe es hat noch Zeit“, erzählt davon, dass wir alle uns einmal von dieser Welt verabschieden müssen. Dieses Lied ans Ende zu setzen, war jedenfalls eine gute Wahl. Ein runder Abschluss, der den Hörer ruhig umspielt, bevor er mit „Ausgang“ in die Realität entlassen wird.

Pre-Fazit: Alles in allem ein sauber und rund produziertes Album, ohne Fehltritte und mit einigen Höhepunkten geSELIGt. Wie bereits gesagt, die Herren sind sich wieder treu geworden und das muss man positiv anerkennen. Jetzt möchte ich noch einmal auf Plewkas Lyrik zurückkommen. Dass er ein großer Songwriter ist, wird wahrscheinlich niemand bestreiten. Aber ich wäre doch nicht ich, wenn ich nicht wieder etwas finden würde, an dem ich Kritik üben kann. Wieso, liebster Herr Plewka, nehmen sie bestimmte Textzeilen immer wieder mit in die nächste Runde? Den „ungebetenen Gast“ in ihrem Kopf, den kennen wir doch schon zu genüge! Um nur ein Beispiel wiederkehrender Metaphern zu nennen.

Fazit: Für SELIG-Fans ganz großes Kino und ein Muss! Für Liebhaber des Genres eine Bereicherung ihrer Sammlung!

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Selig 'Von Ewigkeit zu Ewigkeit' Tracklist
1. Eingang Button MP3 bestellen
2. 5.000 Meilen Button MP3 bestellen
3. Freier Fall Button MP3 bestellen
4. Wirklich gute Zeit Button MP3 bestellen
5. Lass sie reden Button MP3 bestellen
6. Von Ewigkeit zu Ewigkeit Button MP3 bestellen
7. Dramaqueen Button MP3 bestellen
8. Hol mich hier raus Button MP3 bestellen
9. Hey Ho Button MP3 bestellen
10. Tausend Türen
11. Ich bin kein Gott mehr Button MP3 bestellen
12. Doppelgänger
13. Du fährst zu schnell
14. Ich hoffe es hat noch Zeit / Ausgang Button MP3 bestellen
15. Glaub mir Button MP3 bestellen
16. Kleine Schwester Button MP3 bestellen
17. Ich fall in Deine Arme Button MP3 bestellen
18. Ich dachte schon Button MP3 bestellen
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