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SHADOWS DANCE - A Quatrain for the Damned

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Artist SHADOWS DANCE
Title A Quatrain for the Damned
Homepage SHADOWS DANCE
Label EBONY TEARS
Veröffentlichung 20.11.2003
Leserbewertung
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Ein Dankeswort in hektischen Zeiten. Es ist ja prinzipiell begrüßenswert, wenn eine Band versucht, einen nicht zu langweilen. Wenn so viele spannende Veröffentlichungen in Kino, Literatur und Musik gleichzeitig mit weit aufgerissenen Mündern nach Aufmerksamkeit schreien, ist man mehr als zufrieden, wenn zumindest nicht das Gefühl an einem nagt, man hätte statt des Hörens eben dieser CD besser Omas Rasen gemäht. In dieser Hinsicht kann man SHADOWS DANCE schon mal keinen Vorwurf machen.

Die sieben Kompositionen auf „A quatrain for the damned“ sind nämlich so vollgestopft mit Ideen, dass einem fast schwindelig wird. Dafür hat das Dreigespann auch eine seitenfüllende Schar an Freunden und Gastmusikern eingeladen, einschließlich der Sopranistin Sofia Lekatsa und eines Chors, die sogar mehr zum Gesang beitragen als Frontmann Sahmor Naar, der sich größtenteils auf das Beisteuern düster gesprochener Worte in atmosphärischen Passagen beschränkt und sich über weite Strecken sogar völlig ausklinkt. Vor allem in den beiden einleitenden, langen Stücken „Licking the limbs of the abyss“ und „Last Kiss“ liegt die Betonung auf langen, repetitiv-hypnotischen Instrumentalschleifen, die von Bass, Geige, Keyboard und forschem Schlagzeugspiel vorangetrieben werden und eine Stimmung mystischer Magie evozieren. Dabei haben SHADOWS DANCE trotz der offensichtlichen Parallelen zum Beauty-and-the-Beast Einheitsbrei keinerlei Ähnlichkeit mit deren bekanntesten Protagonisten – was vor allem daran liegt, dass die weiblichen Gesangsbeiträge nicht Mittelpunkt des Geschehens, sondern eher ästhetische Adjuvanz sind. Leider stellt man im weiteren Verlauf des Albums leidsam fest, dass letzteres bei den meisten Elementen der Fall ist. Das Klavier schwelgt in perlenden Läufen, die Geige träumt zuckerwattige Melodiebögen, alles harmonisch und himmlisch, doch stets gleich und auch ein wenig genügsam. Als bestünde eine Pflicht, die gesamte Palette an Möglichkeiten in jedem Track aufzufahren wird das gesamte Vokabular immer aufs Neue durchdekliniert – gekonnt zwar, doch auch wenig überraschend.

Wie gesagt, Langeweile kommt hier nicht auf, dafür wird einfach zu viel geboten und ist die Spielzeit mit knapp über 35 Minuten auch nicht lang genug. Statt des Versuchs, nicht zu langweilen, wäre es jedoch bei weitem spannender, den Hörer richtig mitreißen zu wollen – auf die Gefahr hin, dabei zu scheitern. Ich lege die neue KYLIE in den Walkman und mache mich auf den Weg – jetzt ist Omas Rasen dran.

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Shadows Dance 'A Quatrain for the Damned' Tracklist
1. Licking the limbs of abyss
2. Last kiss
3. Until the young whore sings
4. Dance in the storm Button MP3 bestellen
5. Swathe me into illusions
6. My Christ was dark
7. Her cruel masque
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