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SHAM RAIN - Someplace Else

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Artist SHAM RAIN
Title Someplace Else
Homepage SHAM RAIN
Label FIREBOX
Veröffentlichung 01.01.2005
Leserbewertung
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Der Titel sagt es bereits: Dies ist eine eskapistische Platte. Augen zu und weg, in ein fremdes Land unter pechschwarzen Himmeln. Hin zu Mondlicht und Geigenklängen. In eine Welt, in der ROBERT SMITH in einem Meer aus Tränen badet und langsam mit der spinnenwebenbehängten Hand winkt. Ganz egal wohin, nur: „Someplace else“.

Es ist lange her, dass jemand so unverblümt seine depressiv-narzisstische Ader raushängen ließ. Natürlich sind THE CURE der große Bezugspunkt, deren „Charlotte, sometimes“ SHAM RAIN noch nicht allzu lange her für einen Tribute-Sampler coverten. Von denen hat die Band auch die Idee abgeguckt, manche Songs erstmal minutenlang als Karaoke-Version zu spielen, bevor die Vocals einsetzen. Ansonsten wäre es aber unfair, hier von reinen Kopisten zu sprechen: Mika Tauriainen hat eine gänzlich eigene Stimme, zerbrechlich, aber nicht weinerlich, todtraurig, aber nicht wesenlos, zupackend, aber nicht schwanzrockend. Ein bisschen so, wie man sich Ville Vallo wünschen würde, also. Es ist vornehmlich diese Stimme, die „Someplace else“ den Stempel aufdrückt und das ist zugleich das Problem: SHAM RAIN haben ihren eigenen Stil, gehen mit den erwähnten Ausnahmen erfrischend schnell zur Sache, integrieren demonstrativ dominante Keyboards und Folk-Elemente ins Gesamtbild – aber die Songs bringen’s einfach nicht. Melodisch, verträumt, tief im Hall, völlig unrockig und harmoniesüchtig sind die, aber nur zu selten mit den glorreichen Refrains ausgestatte, die eine Truppe wie HIM andersherum eben sehr wohl hinbekommt, egal wie abgeschmackt sie dabei manchmal aussehen. Da hilft es auch nicht, dass sie gegen Ende sogar noch ein „Twin Peaks“-Sample auffahren und dabei ganz romantisch werden.

Die Ausnahme bildet „To leave“, ein traumhafter Herzensbrecher, dessen Credo „I’ve only got myself to blame“ einen noch bis in die tiefste Nacht verfolgt. Dann und nur dann, möchte man genau hier sein – und nicht irgendwo sonst.

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