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SIKTH - Opacities

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SIKTH-Opacities
Artist SIKTH
Title Opacities
Label PEACEVILLE RECORDS
Veröffentlichung 22.01.2016
Leserbewertung
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7.0/10 (1 Bewertungen)

Die britischen Mathematiker SIKTH, die bereits Anfang bis Mitte der 2000’er-Jahre mit ihrem postmodernen Prog-Core mindestens in Insiderkreisen einiges Aufsehen erregten, legen mit der 6-Track-EP „Opacities“ heuer das erste studiotechnische Lebenszeichen nach zehnjähriger Abstinenz vor.

Die lange Pause habe jedem Einzelnen und dem Kollektiv insgesamt sehr gut getan, so die Band selbst. Man sei als Musiker gereift und spüre jede Menge frischer Energie. Nicht, dass man in früheren Jahren ein Qualitätsproblem gehabt hätte, jedoch klingen SIKTH anno 2016 tatsächlich wesentlich reifer und als Band homogener als je zuvor. War zuvor noch so mancher Part von blanker Hektik gekennzeichnet, so manches Break doch arg verwirrend, agiert man heutzutage subtiler. Die altbewährte Hysterie ist dennoch geblieben, gleich der brettharte Opener „Behind The Doors“ zeigt das überdeutlich. Auch die häufigen Rhythmuswechsel sind nicht minder wild, jedoch wirken sie flüssiger arrangiert und tragen die komplexen Songs des Sextetts quasi wie durch Haarnadelkurven auf ihr nächstes Level, anstatt die Kompositionen zu zerreißen. Hinzu kommt ein, im Vergleich zu früheren Outputs wesentlich dominanterer, ungemein pumpender Groove, der im Zusammenspiel mit den treibenden Vocals bei der Single „Philistine Philosophies“ sogar Assoziationen mit KORN erweckt. Überhaupt, der Gesang! Das Wechselspiel der beiden Frontleute Mikee W. Goodman und Justin Hill ist auch auf „Opacities“ wieder ein bestimmendes und spannendes Element und verleiht der Musik (nicht nur, aber besonders in „Under The Weeping Moon“) eine gewisse, schizophrene Aura, die den ziemlich aggressiven Grundcharakter der Songs elegant unterstreicht. So komplex das alles klingt, so komplex ist es auch, und es kann nur deswegen so gut funktionieren, weil sämtliche Mitwirkenden absolute Meister an ihren Instrumenten sind, die ihr Können in den durchdachten Strukturen von „Opacities“ hemmungslos ausleben können, ohne dass jemand das Bedürfnis zu haben scheint, die anderen an die Wand spielen zu müssen. So wird zwar gefrickelt, gerollt, gedonnert und geschreddert was das Zeug hält, aber stets mit System und dem Song an sich im Vordergrund. Und wo bei vielen anderen (artverwandten) Bands dann ein paar Skalen zuviel nur mehr Verwirrung stiften, steht bei SIKTH statt dessen eine fließende, mitunter latent düstere Melodie im Raum, die die Wogen glättet, bevor das nächste Riffgewitter die Gehörgänge aufpeitscht („Walking Shadows“)

Fazit: „Opacities“ ist ein beeindruckendes, modernes Prog-Mathcore-Crossover-Statement einer Band, die schon mit Djent-Riffs gespielt hat, bevor irgend jemand wusste, was das ist, und von der es in ihrer derzeitigen Form hoffentlich noch viel zu erwarten gibt in nächster Zeit. Bis dahin darf diese EP gerne häufiger im Player rotieren.

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Sikth 'Opacities' Tracklist
1. Behind The Doors
2. Philistine Philosophies
3. Under The Weeping Moon
4. Tokyo Lights
5. Walking Shadows
6. Days Are Dreamed
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