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SILENT KINGDOM - Path To Oblivion

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Artist SILENT KINGDOM
Title Path To Oblivion
Homepage SILENT KINGDOM
Label ZERO BUDGET PRODUCTIONS
Leserbewertung
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9.5/10 (2 Bewertungen)

Es ist immer wieder erstaunlich, aus welchen Ecken man tolle metallische Kleinode bekommt, die unter miesesten Bedingungen und Voraussetzungen entstehen, somit aber vergleichbar sind mit der ursprünglichen deutschen Metal-Szene der frühen 80er. Nur dass der musikalische Standard heute natürlich höher ist und es einfacher ist, sein Produkt zu vermarkten. Zero Budget Productions sind in der Tschechei beheimatet und präsentieren hier das vierte Album der aus Sarajevo stammenden SILENT KINGDOM. Ruft man sich mal die politische Lage dort in den letzten 20 Jahren auf, ist es schon erstaunlich genug, dass dort überhaupt Bands agieren. Noch dazu auf einem recht hohen Level, zumindest im Falle von SILENT KINGDOM.

Die zocken technisch-progressiven Death/ Black/ Dark Metal, der wie ein Mix aus alten CYNIC/ QUO VADIS/ DEATH, SAMAEL, DIMMU BORGIR und ROTTING CHRIST daherkommt. Dazu verbindet man ethnische Elemente aus Bosnien mit dem druckvollen Sound, was ein recht eigenständiges Bild ergibt. Schicke Melodien hat man zudem. Unter den 11 Tracks finden sich 3 kürzere Instrumentalstücke, die restlichen 8 Songs sind recht knackig verfasst, so dass man nach 37 Minuten über die Ziellinie rauscht. Bandkopf Amir Hadzic ist nicht nur Hauptkomponist, Gitarrist und Sänger (raues Gegrowle), sondern auch für das gute Layout verantwortlich (u.a. auch bei den Labelkollegen EDAIN)! Als Gäste hat man Morean (DARK FORTRESS), Pavel Jerabek (EDAIN) und Blackosh (ROOT) an Bord, Letzterer hat auch produziert. Und das amtlich, der Sound lässt kaum Wünsche offen. Granaten wie “From Dust”, der Titeltrack oder das komplett großartige “Straight into Sun” begeistern rundum. Die drei ruhigen Instrumentals zeigen aber, das die Jungs auch in diesen Gewässern was zu bieten haben.

Am ehesten sollten sich Fans von DEATH oder QUO VADIS dieses tolle Werk auf den Zettel schreiben! SILENT KINGDOM sind ein weiterer Beweis dafür, wie vital die weltweite Metalszene auch 2012 noch ist – es gibt viel zu entdecken, man muss nur mal abseits der gleichgeschalteten Großlabelveröffentlichungen danach suchen!

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