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SINNERS BLEED - From Womb to Tomb

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Artist SINNERS BLEED
Title From Womb to Tomb
Homepage SINNERS BLEED
Label TWILIGHT VERTRIEB
Veröffentlichung 10.09.2007
Leserbewertung
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Sünder bluten und der Tod beginnt bereits mit der Geburt: Es ist keine aufmunternde Botschaft, die dieser deutsche Vierer mitbringt, auch wenn jeder tief im Herzen von der Gewissheit dieser Einsichten weiß – „Invisible Knowledge“ sozusagen. Immerhin verschwenden SINNERS BLEED nicht zuviel Zeit mit dem Formulieren komplexer Konzepte oder der systematischen Analyse tiefgründiger Gedankenkonstrukte, denn bei aller textlichen Metaphorik und dem Vermeiden allzu expliziter Lyrik geht es hier nicht um Kant, sondern ums Knüppeln.

Und da wird nicht gekleckert, denn ordentlich auf die Felle und Saiten hauen können diese wackren Recken ohne jeden Zweifel – der vom Label ins Spiel gebrachte Vergleich mit CANNIBAL CORPSE kommt nicht von irgendwoher. Wäre die Redewendung von den Gefangenen, die nicht gemacht werden, nicht so ausgelutscht und überstrapaziert, hier träfe er ausnahmsweise mal zu, denn bei der ostentativ zur Schau gestellten Erbarmungslosigkeit bleibt wahrhaftig kein Auge trocken. Nun ist Härte sicherlich kein überflüssiger Luxus, aber eben auch noch kein Selbstzweck und so hat man leider allzu oft den Eindruck, die Band vergallopiere sich in ihrer eigenen Kraft und ziehe sich selbst den Boden unter den Füßen weg – nachzuhören zum Beispiel in „Daemons“, dass zwar so manche Grindcoregruppe zu Chorknaben degradiert, doch gleichzeitig MORTICIAN und Konsorten wie Feinmotoriker und Ballerinas aussehen lässt. Es ist zudem schön, dass die Truppe den Mut hat, akustisch-instrumentale Zwischenstücke zu vollwertigen Stücken auszubauen, die weit über die üblichen, einminütigen Skizzen hinausgehen, doch wird dabei nie ganz deutlich, welche Funktion diese für das Album als Ganzes aufweisen. Was bedauerlich ist, denn Talent gibt es hier zur Genüge, wie der Opener „Agony of Self-Denial“ und vor allem das mit einem voll auf den Punkt gebrachten Refrain ausgestattet „The Ludo Game“ beweisen.

In der Masse der Veröffentlichungen des aus dem Winterschlaf erwachenden Death Metal Sektors wird „From Womb to Tomb“ sicherlich nicht unangenehm auffallen. Andererseits gibt es auch keinen wirklichen Grund, dieser Scheibe den Vorzug gegenüber einer der vielen durchgehend begeisternden Veröffentlichungen der letzten Monate zu geben. Doch diese Kritik sollte niemals über das Potential dieser Truppe hinwegtäuschen: Wenn es ihnen gelingt, ihre Wut zweckdienlicher zu kanalisieren, wird sie ihr Weg nicht sofort von der Wiege ins Grab führen.

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Sinners Bleed 'From Womb to Tomb' Tracklist
1. Agony of self - denial
2. The ludo game
3. Deathbringer
4. Sinners lust
5. Daemons
6. Injected lies
7. Invisible knowledge
8. From womb to tomb
9. Bound
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