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SLAVIOR - s/t

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Slavior-Slavior.jpg
Artist SLAVIOR
Title s/t
Homepage SLAVIOR
Label INSIDEOUT
Leserbewertung
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9.0/10 (1 Bewertungen)

Im fernen San Diego/ Kalifornien hat der ex-FATES WARNING-Drummer Mark Zonder die Herren Gregg Analla (ex-Sänger der TRIBE OF GYPSIES) und Wayne Finley (MICHAEL SCHENKER GROUP-Keyboarder und Gitarrist, bei SLAVIOR auch am Bass aktiv) um sich gescharrt, um in klassischer Trio-Besetzung modernen Heavy Rock zu zelebrieren. Oder wie Zonder, Analla und Finley es selbst ausdrücken: „It was designed for the masses.“ Eher ungewöhnlich, dass eine Band nicht den künstlerischen Gehalt der Musik in den Vordergrund stellt, sondern die Massen- und Radiotauglichkeit. Wollen wir doch mal schauen, was dran ist am gemeinsamen Erstling der altgedienten Rock-Recken.

Der Opener „Origin“ legt ordentlich los, auch wenn im Mittelteil ein wenig Zurückhaltung geübt wird. Mark knüppelt inbrünstig auf seine Felle ein und auch Wayne testet ausgiebig die Belastbarkeit der Gitarrensaiten. „Shatter“ klingt nun nicht unbedingt massentauglich, dafür ist der Sound zu frickelig, gelegentlich wirkt das Ganze auch ein bisschen zu hektisch. „Swept Away“ ist einer der Songs, die Zonder sich gut im Radio vorstellen kann. Hier blitzt ein wenig Nu Metal durch, wohingegen das ruhigere „Altar“ unverkennbar Prog- und Stadion Rock mixt. Ein wenig Ratlosigkeit herrscht bei „Another Planet“. Sind das im Hintergrund Kuhglocken? Irgendwie wollen Gesang und Instrumente nicht so recht zueinander finden, insgesamt wirkt der Titel zu konfus und unstrukturiert. Dafür klingen die Gitarrenläufe von „Deeper“ jetzt wirklich mal massentauglich, solide Kost, nicht mehr und nicht weniger. Ganz anders ertönen da die Reggae-Klänge, die „Dove“ zu bieten hat. Auch hier sieht Mastermind Mark alle Airplay-Kriterien erfüllt und immerhin könnte hier ein minimales Sommerhit-Potenzial vorhanden sein. Der Titelsong „Slavior“ knallt dann wieder heftig aus den Boxen, auch „Give It Up“ legt noch mal ein ordentliches Tempo vor, verstrickt sich dann allerdings etwas in wirren Melodiestrukturen mit Funkeinsprengseln. Am weitesten wagt sich „Red Road“ auf progressives Terrain hinaus. Das klappt auch ganz gut und sorgt für einen versöhnlichen Ausklang des Debüts.

Der große Mainstreamwurf ist den Dreien mit ihrem Silberling sicherlich nicht gelungen. Ist aber auch die Frage, ob das überhaupt wünschenswert ist. Aus verkaufstechnischer Sicht bestimmt, musikalisch bleibt dabei häufig allerdings auch eine gewisse Originalität auf der Strecke. Insgesamt klingt das Album so eine Idee zu bemüht, an mehr als einer Stelle wäre weniger einfach mehr gewesen.

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