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SLØTFACE - Try Not To Freak Out

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SLØTFACE2
Artist SLØTFACE
Title Try Not To Freak Out
Homepage SLØTFACE
Label PROPELLER
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Mit ihrem Debüt „Try Not To Freak Out” nehmen die vier jungen Norweger von SLØTFACE kein Blatt vor den Mund. Selbstbewusst und ohne Umwege lässt das Quartett aus Stavanger seine musikalische Punk-Pop-Attitüde ungebremst auf seine Hörer los. Nur laut und wild zu sein, reicht der Kapelle allerdings nicht. Seit ihren Anfängen im Jahr 2012 haben sie sich bewusst immer wieder Themen wie Gleichberechtigung und Feminismus auf die Fahne geschrieben, denen sie kritisch in ihren Songs begegnen.

Dass solche Inhalte jedoch keineswegs langweilig rüberkommen müssen, beweisen die zehn Tracks auf „Try Not To Freak Out“, die mit viel Schwung und Spielfreude des Hörers Ohr und Herz erreichen. Lang gefackelt wird bei SLØTFACE wie bereits erwählt allerdings nicht, die Songs lassen es sogleich ordentlich krachen. Etwa der wummernde Opener „Magazine“, in dem Sängerin Haley gegen ihren Ex wettert oder mit den leicht sphärischen Klängen von „Galaxies“, während „Pools“ gut gelaunt den Sommer verlängert und dem Quartett gern verziehen wird, dass für „Night Guilt“ eindeutig bei „New Noise“  von REFUSED geklaut wurde. Nach dem blitzschnellen „Pitted“ erfreut man sich am temperamentvollen „Sun Bleached“ ebenso wie am knackigen „Nancy Drew“ und wenn „Slumber“ als einziges Stück die 5-Minuten-Grenze knackt, ist dies nur ein Zeichen dafür, dass die Norweger sich auf mehrere Spielarten verstehen. Hier geht es einmal etwas gemächlicher zu – mit einer angezogenen Handbremse hat das aber nichts zu tun. Vielmehr hat man es hier mit einem ganz anderen Stil zu tun, weshalb ich diese Nummer auch statt des forschen „Backyard“ ans Ende gestellt hätte.

Als sich vor fünf Jahren die Sängerin Haley Shea und der Gitarrist Tor-Arne Vikingstad trafen und eine Band gründeten, hieß die SLUTFACE, zu deutsch Schlampe. Zwischenzeitlich sind zu der norwegischen Pop-Rock-Kapelle noch der Bassist Lasse Lokøy und der Drummer Halvard Skeie Wiencke gestoßen. Außerdem wurde der Name geändert, nunmehr firmiert der Vierer als SLØTFACE – wegen der Zensur in den sozialen Medien heißt es. Das skandinavische „Ö“ macht da natürlich einen viel sympathischeren Eindruck und vielleicht ließ sich auf diese Weise tatsächlich einfacher eine Plattenfirma finden. Auf jeden Fall haben es sich die vier Skandinavier verdient, gehört zu werden, denn ihr Langspiel-Erstling „Try Not To Freak Out“ hat es in sich und macht einfach sehr viel Spaß.

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