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SLUMBER - Fallout

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Artist SLUMBER
Title Fallout
Homepage SLUMBER
Label KARMAGEDDON MEDIA
Veröffentlichung 21.03.2005
Leserbewertung
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5.5/10 (2 Bewertungen)

Man darf ja eigentlich gar nicht danach fragen, aber manchmal weist einen die Geburt des Bandnamens dann doch auf die richtige Fährte. Bei SLUMBER besann man sich auf den eigenen Titel angeblich während eines entspannten Augenblicks während der Probe, als die Instrumente ruhten und sich Keyboarder Ehsan Kalantarpour ein gemütliches Kräuterpfeifchen stopfte. Das war bereits vor einigen Monaten, nun fallen die Blätter von den Bäumen, die Straßen leeren sich und so mancher wird dem windigen Treiben draußen unter dem Genuss besagter Substanzen oder auch nur eines Tees zusehen, während sich ein Schleier über das Herz legt. Der Herbst beginnt, mit ihm das Nachdenken und Zweifeln und die Welt versinkt in tiefem Schlummern.

Für viele ist diese Jahreszeit ein willkommener Anlass, die alten CATHEDRAL-Scheiben aus dem Koffer zu kramen oder sich endlich die neue SHAPE OF DESPAIR zu besorgen, die man noch vor wenigen Wochen für verzichtbar hielt. Nun jedoch gibt es mit dieser jungen Combo eine Alternative, denn wer es gerne stimmungsvoll und schwermütig mag, ist bei SLUMBER bestens aufgehoben: Kristallklar blitzende Riffs, getragene Keyboardteppiche, konzentriertes Drumming und die Kombination aus gequälten Grunts mit gesungenen Backingvocals (es jubiliert der Vingköl Chor) stellen die Ursuppe dar, der die Songs bläschenförmig entsteigen. Mit dem Unterschied, dass das Metrum recht flott tickt – man fährt Leichenwagen, nicht Kutsche. Und so darf man sich als Genrebezeichnung wahlweise für das von der Plattenfirma vorgeschlagene Atmospheric Metal oder das jungfräuliche Genre Turbo-Doom entscheiden. Dabei wollen SLUMBER keineswegs neue Schubladen öffnen, sondern richten ihre Aufmerksamkeit vornehmlich auf das Verfassen höchst effektiver Kompositionen. „Rapture“ klingt mit seinem Pianoperlen, als habe Ville Vallo eine Death Metal Gruppe gegründet, und im herrlichen „Distress“ ächzt und stöhnt Shouter Siavosh, derweil sich die Band in einen Rausch spielt. Ihren Landsmännern und Labelkollegen von SCENTERIA hat dieses Septett (!) schon mal ein besseres Englisch und stringenteres Songwriting voraus: Die Arrangements sind zumeist linear, dafür aber wirkungsvoll und mächtig. Während man jedoch Gitarren und Elektronik klangtechnisch perfekt realisierte, wurden die Vocals eindeutig etwas zu leise abgemischt. Ein Manko, das man sich mit einigen ähnlich gearteten Produktionen teilt. Andersherum betont diese Entscheidung um so mehr die träumerisch schwebende Instrumentalarbeit.

Für das nächste Werk sind bereits echte Streicher angekündigt, auch wenn man noch gewiss ein ganzes Jahr darauf warten muss, diesen dann auch wahrhaftig lauschen zu dürfen. Eigentlich sollte man die Plattenfirma in einer Kritik gar nicht zu Wort lassen, doch hier machen wir mal eine Ausnahme: „Let the Music do the Talking“ rät die nämlich und das passt gut zu SLUMBER, die in Interviews schon mal das Reden verweigern, und den Fragenden auf die eigene Ohren und Augen verweisen. Erst wenn man aus dem Schlaf erwacht, wird man wissen, was sie einem gesagt hat.

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Slumber 'Fallout' Tracklist
1. Rapture Button MP3 bestellen
2. Conflict Button MP3 bestellen
3. Where Nothing Was Left Button MP3 bestellen
4. Fallout Button MP3 bestellen
5. Distress Button MP3 bestellen
6. Dreamscape Button MP3 bestellen
7. A Wanderers Star Button MP3 bestellen
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