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SOILS OF FATE - Crime Syndicate

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Soils_of_Fate.jpg
Artist SOILS OF FATE
Title Crime Syndicate
Homepage SOILS OF FATE
Label FORENSICK MUSIC
Veröffentlichung 05.01.2004
Leserbewertung
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In unserem Interview mit dem ehemaligen FAITH NO MORE Bassisten Billy Gould sprach sich dieser entschieden gegen eine Trennung von Mainstream und Untergrund aus. Ersterem warf Gould Machtmissbrauch vor, letzterem elitären Snobismus und wünschte sich einen verantwortungsbewussten Umgang mit Musik und Künstlern. Obwohl man den wohlgewählten Worten eines gleichermaßen begabten wie sympathischen Musikers nur zustimmen kann, ist genauso wenig zu verkennen, dass ein bedeutender Teil der wirtschaftlichen Nischenkunst ihre Existenz ausschließlich durch das Aufzeichnen eines Gegenentwurfs zum Tagesgeschehen in Fernsehen und Radio aufrecht erhalten kann.

Was das mit der aktuellen Scheibe von SOILS OF FATE zu tun hat? Eine ganze Menge, denn nicht nur bringen die Schweden mit Grind und HardCore zwei der von ihrer grundlegenden Ausrichtung unkommerziellsten Musikrichtungen zusammen, „Crime Syndicate“ wühlt auch textlich im Schmutz des Untergrunds, bringt ans Tageslicht, was viele lieber unter den Tisch kehren. Darf man dem Presseinfo Glauben schenken, war das Dreigespann nicht hundertprozentig mit dem Vorgänger „Sandstorm“ zufrieden und die Akribie und Perfektionswut kann man nun dem neuen Werk bedeutend besser anhören. Bereits 2002 aufgenommen besticht die Platte schon einmal mit makelloser Optik, knallharten, aber nicht platten Lyrics und nach zwei eher enttäuschenden einleitenden Stücken mit einer atemlosen Mischung aus bombenden Bässen, furiosen Snare-Salven und groovigen Gitarrengeschossen, schön sicher in einen Bunker aus kompakten Songs verpackt. Die Vocals von Henke klingen indes so, als wolle jemand aus einem Halblitertopf Milkshake den letzten Rest herausschlürfen – wer die im Booklet aufgestellte Behauptung, bei der Aufnahme der Stimme seien keine Effekte verwendet worden, glaubt, kommt direkt ohne über Los zu gehen in den Himmel. Vor allem „Vs.“ besticht mit überlebensgroßen Höllen-Funk und wenn hier eine Droge besungen wird geht das nicht so lässig wie bei J. J. CALEs „Cocaine“ oder so abgehoben treibend wie bei dem VU Klassiker „Heroin“ – „Crack“ ist genauso unbarmherzig und hämmernd wie die Entzugserscheinungen des besungenen Narkotikums und auf Dauer ebenso suchterregend.

Obwohl nicht immer ganz deutlich ist, ob hier Gewalt verherrlicht oder verdammt wird bewegen sich SOILS OF FATE mit ihrem zweiten Album bedeutend näher am Metal-Mainstream als viele ihrer Kollegen. Immer wieder gibt es Grund zum Mitwippen und heimlichen Headbangen, macht „Crime Syndicate“ sogar richtig Spaß. Billy Gould hatte Recht: Das kann nichts Schlechtes sein!

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Soils of Fate 'Crime Syndicate' Tracklist
1. Killaz beware
2. Omertá (Men of honour / Codex of silence)
3. Blood money
4. Vs.
5. Crack
6. Murder inc.
7. Flowing under skin 2.0
8. Insider
9. Devoid of truth
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