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SOLEFALD - Red for Fire – An Icelandic Odyssey Pt. I

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Artist SOLEFALD
Title Red for Fire – An Icelandic Odyssey Pt. I
Homepage SOLEFALD
Label SEASON OF MIST
Leserbewertung
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An dieser Stelle möchte ich meinen Kollegen Lord Khaos zitieren, der beim Vorgänger “In Harmonia Universali“ ganz richtig meinte: „SOLEFALD zu kategorisieren ist nahezu unmöglich, SOLEFALD adäquat zu bewerten eigentlich auch. Von daher ist dieses Review von vorneherein zum Scheitern verurteilt, werde es aber trotzig versuchen“.

Das erwähnte Album fand ich übrigens sehr interessant. Und daher war ich natürlich sehr neugierig, was die beiden Norweger Cornelius und Lazare diesmal wieder hervorzaubern. Mit „Sun I call“ beginnt „Red for Fire“ sehr ruhig. Eine Saxophon-Melodie geleitet den Hörer in den ersten Teil der “Icelandic Odyssey”. Vorsichtig erklingt der Mix aus Lazares düsterem Gesang, sowie den Stimmen der Gastsänger Aggir Frost Peterson und Jörmunder Ingi. Die Violine kommt hinzu… das Drumkit gibt einen beruhigenden Rhythmus vor und man scheint regelrecht mit der Musik hinweg zu fließen… Nach 2 Minuten steigern sich die Emotionen… die Gitarre setzt ein, die Stimmgewalt nimmt zu… und dann Ruhe… Pause… Keyboard und Saxophon übernehmen das Regiment und dann geht es los: Die kantigen Riffs pusten einen weg, Black Metal-Riffs vom feinsten, die Doublebass wummert und Cornelius heisere Stimme reißt einen aus den Träumen. Dann wird man langsam von dem Trip wieder runtergeholt, und der Song geht langsam mit Violine und weiblichem Singsang zu ende. Wie abgefahren. Als zweites möchte ich mir „Survival of the Outlaw herauspicken. Hier geht’s vom Start an auf die Glocke… harsche Industrial-Gitarren-Riffs, energisch-heisere Stimme und kurze fiese Breaks und dann – SOLEFALD wären nicht SOLEFALD – kommt wohl DER Part des ganzen Albums. Die unverwechselbare Stimme von Garm aka Trickster G. (BORKNAGAR, ARCTURUS, ULVER) verleiht dem Song so eine Tiefe und Emotion, dass man es eigentlich nicht in Worte fassen kann. Dazu dann wieder die deftigen Riffs und die knallige Doublebass… Killer!

Doch eigentlich reicht kein Rezi-Platz der Welt aus, um diese Songs zu beschreiben. Hier wird in einem Song von harschen Black Metal zu ruhigen Klassik-Passagen gewechselt, um dann mit einer Jazz-Einlage in völlig andere Sphären abzuheben und dort in Prog-Manier alles in den Boden zu rocken. Entweder sind Cornelius und Lazare total wahnsinnig oder einfach nur absolut genial. Wie jeder weiß, sind die Grenzen dabei sehr schwammig. Aber eigentlich reicht es nicht, die beiden Songwriter zu erwähnen, den ohne ihre Gastmusiker Aggir Frost Peterson (Gesang), Sareeta (Violine), Live Julianne Kostol (Cello), Kjetil Selvik (Saxophon), Jörmunder Ingi (Gesang) und vor allem natürlich Garm wäre es SOLEFALD wohl unmöglich, diese Songs angemessen umzusetzen. Wer ARCTURUS, BORKNAGAR, frühe TIAMAT u.ä. schon anstrengend fand, dürfte SOLEFALD kaum verstehen können. Liebhaber aber genau dieser Kunst, werden auf „Red for Fire“ ein wahres Fest emotionaler Musik-Kunst erleben. Aber Vorsicht: Wahnsinn kann süchtig machen…

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