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SOMA - Niemandsland

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SOMA
Artist SOMA
Title Niemandsland
Homepage SOMA
Label RECORDJET
Leserbewertung
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7.7/10 (3 Bewertungen)

SOMA kommt aus Hamburg und macht Hip Hop. Anfangs in der KOMBO ALTONATIVE, später meist solo. 2013 erschien sein Debütalbum „Lebenszeichen“, auf dem sich bereits seine Neigung zu melodisch-verträumter Musik zeigte. Ende 2015 trifft er auf den Musiker und Produzenten Loki! mit dem er im Juli 2016 die Free-download-EP „Herzblut“ über Bandcamp veröffentlicht. Loki! mischt dort HipHop-Beats mit Rock-, Pop- und Jazz- Elementen, die SOMA mit introspektiven und gesellschaftsanalytischen Raps untermalt. Nach einigen Gigs als Duo, beschließen beide die folgenden Auftritte für den jetzt veröffentlichten Longplayer „Niemandsland“ mit Live-Band und Loop-Station zu bestreiten. Mit dem Drummer Bastian Seils und dem Bassisten Nils Lagoda ist die Band komplett!

„Niemandsland“ zeigt sich ebenso wie die Vorgänger-EP „Herzblut“ experimentierfreudig. Rap und HipHop verbinden sich gekonnt mit den bereits erwähnten Rock-, Pop- und Jazz-Zutaten und auch das Storytelling lädt zum Zuhören an. „Keine Lieder über Liebe“ wird mit einem gewissen Zwinkern vorgetragen und wenn das gelobte „Niemandsland“ insbesondere immer gutes Essen parat hält, muss es sich dabei ja geradezu um das Schlaraffenland handeln! Gesellschaftskritik darf bei SOMA natürlich auch nicht fehlen (vgl. „Endstation“ und „Gegen den Strom“). „Unser Tag wird noch komm“ heißt es zudem mit dezentem Reggae-Gebläse und MAX-HERRE-Gedächtnis-Groove, während das rockige „Keine Garantie“ ein wenig an CASPER denken lässt. Eine luftig-leichte Liebeserklärung ist den Hamburgern mit „Heldin“ gelungen, während „Kopf und Herz“ mit grummelnden Bässen ins Ohr geht, bevor der „Regenbogenwasserfall“ hochenergetisch übernimmt und der „Kompass“ inklusive Gitarrensolo Richtung Hit zeigt.

SOMA servieren mit „Niemandsland“ abwechslungsreiche Kost, die glücklicherweise nicht beliebig daherkommt. Der genreübergreifende Mix funktioniert bestens und auch die Texte wissen zu überzeugen. Man darf also gespannt sein, was man von der Waterkant noch zu hören bekommt.

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