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SPIDERGAWD - IV

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Spidergawd IV
Artist SPIDERGAWD
Title IV
Homepage SPIDERGAWD
Label STICKMAN
Leserbewertung
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8.0/10 (1 Bewertungen)

Vor einem Jahr habe ich SPIDERGAWD für ihren Fleiß gelobt und siehe da: Ein Jahr später kommt auch schon das vierte Album in knapp drei Jahren in die Läden, das der Tradition folgend schlicht und ergreifend „IV“ heißt. Jedes Jahr eine neue Platte, dazu auch noch ausgiebige Touren und im Falle von Kenneth auch noch ein weiterer Job bei MOTORPSYCHO – Langeweile dürfte bei Per Borten (Gitarre & Gesang), Kenneth Kapstad (Drums), Rolf Martin Snustad (Bariton-Saxofon) und (neu dabei) Hallvard Gardlos (Bass) so schnell nicht aufkommen. Und ein unausgegorener Schnellschuss ist der vierte Streich aus dem hohen Norden im Übrigen auf gar keinen Fall!

In diesem Sinne beginnt der Longplayer dank des Openers „Is This Love…?“ mit einem wahren Paukenschlag. Die Jungs aus dem hohen Norden lassen es amtlich krachen und haben den New Wave of British Heavy Metal für sich entdeckt. Entsprechend geht es auch mit dem nachfolgenden „I Am The Night“ eine Spur härter zur Sache als dies in der Vergangenheit bei SPIDERGAWD der Fall war. Ein Nachteil ist diese zusätzliche musikalische Facette allerdings keineswegs. Vielmehr drehen die Norweger noch mal an der Energieschraube, auch wenn wie im Fall von „Loucille“ das Tempo ein wenig gedrosselt wird. Die „Ballad of A Millionaire (Song For Elina)“ präsent sich einen Moment später als absolutes Meisterwerk in Sachen emotionaler Entschleunigung, wobei insbesondere der Bass neben Pers rauem Gesang zu begeistern weiß. Für „What You Have Become“ geht’s abermals in die Vollen und mit dem nachfolgenden „What Must Come To Pass“ rückt das heuer eher punktuell eingesetzte Saxofon stärker in den Mittelpunkt. Nach dem gelungenen Auftakt via Blechinstrument ist die Kopfnicker-Fraktion angesichts hervorragender Gitarrenarbeit bestens versorgt und auch das straight nach vorn treibende „Heaven Comes Tomorrow“ lässt keine Wünsche offen. Bleibt noch „Stranglehold“ – eine ebenso kantige wie tanzbare Hymne, die für ein grandioses Finale sorgt!

In Trondheim wurde mal wieder alles richtig gemacht. „IV“ ist eine erstklassige Weiterentwicklung des SPIDERGAWD-Sounds, in dem die Grooves der Siebziger, Blues und British Metal auf nordischen Rock erster Güte treffen. Mein einziges Problem ist, dass das heimatnahe Konzert der Skandinavier auf den gleichen Tag fällt wie der Gig des von mir ebenfalls sehr geschätzten Robin Proper-Sheppard, besser bekannt als Bandleader der Indie-Formation SOPHIA. Da werde ich wohl noch mal in mich gehen müssen…

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