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SPONGEBOB - BOBmusik – Das gelbe Album

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Artist SPONGEBOB
Title BOBmusik – Das gelbe Album
Homepage SPONGEBOB
Label SONY MUSIC
Leserbewertung
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9.6/10 (5 Bewertungen)

Vergesst das legendäre “schwarze Album” von METALLICA, das “weiße” Album der umstrittenen BÖHSEn ONKELZ oder selbst “Black & Blue” von den BACKSTREET BOYS: die Musikwelt wird von nun an von einer Farbe dominiert, die auch schon die meisten Kinderzimmer dieser Welt an sich gerissen hat. Die Rede ist natürlich von keiner geringeren als der Schwamm-Farbe schlechthin: gelb! Und dort wo diese Farbe ist, ist auch meist ein gewisser Meeresbewohner nicht weit. Ihr kennt ihn, ihr liebt ihn, und nun hört ihr ihn auch! Ladys and Gentlemen: SPONGEBOB SCHWAMMKOPF hat soeben den CD-Player betreten! Mit „Das gelbe Album“ bringt der Cartoon-Held nicht nur sein neues Album auf den „Fisch“markt, sondern kreiert gleichzeitig sein eigenes Genre namens „BOBmusik“. Und eins sei vorweg genommen: in diesem Genre setzt vorliegende CD neue Maßstäbe!

Über 42 Minuten lang serviert Mr. Squarepants ein buntes Krabbenbuger-Büffet aus 14 buntgemischten Kompositionen. Elf davon sind an bekannte Chart-Hits angelehnt, bei denen man das berühmt-berüchtigte DIE SCHLÜMPFE-Konzept auspackt und die Titel in ein neues, an die SPONGEBOB-Thematik angepasstes Burgerbrater-Gewand einkleidet. Der Clou dabei ist jedoch, dass mit SANTIAGO ZIESMER die deutsche Original-Synchronstimme des immerfröhlichen Zeitgenossen zum Mikrofon greift. Das 1953 geborene Multitalent hat mit dieser Rolle wohl seine Lebensaufgabe gefunden und ist auch für diesen Spaß zu haben. So verwandelt er in seiner unvergleichlichen Art zum Beispiel SHAKIRAS WM-Hit „Waka Waka“ in eine Ode an den Krabbenburger namens „Lecker Lecker“, der mir persönlich sogar besser gefällt als das Original, da selbst der gute Herr Ziesmer die Kolumbianerin gesanglich locker in die Tasche steckt. In dieser landet ebenfalls Möchtegern-Sternchen KE$HA, der man mit „Zack Zack“ statt „TiK ToK“ zeigt, wie es geht. Bei CULCHA CANDELAs „Hamma“-Remake „Hummer“ lässt sich auch SPONGEBOB-Freundin Sandy mit Sprecherin Cathlen Gawlich von der Sangeslust anstecken und so verbreitet man gemeinsam mindestens so viel Sommerlaune wie die Jungs aus Berlin. Und weil das so gut funktioniert, schnappt man sich von der Truppe auch noch „Monsta“, das man einer „Monsterqualle“ widmet. Diese Song ist wirklich besonders gelungen, da neben dem Groove des Originals auch die lyrische SPONGEBOB-Geschichte dahinter gut umgesetzt ist. Daneben fällt qualitativ leider die Neukreationen „Thaddäus wach auf!“ (frei nach SCOOTERs „How much is the fish“) etwas ab, bei der man sich noch ein bisschen mehr „Wums“ im Sound gewünscht hätte, was das ganze noch witziger gemacht hätte. Ebenso eher lediglich „ganz nett“ sind das etwas einfallslose „Heute feiern wir Geburtstag“ (in Andacht an YOLANDA BE COOLs „We don’t speak americano“) und „Thaddäus Deos“ (REEL 2 REAL – „I like to move it“), das sich leider zu sehr auf den Wortwitz des Titels verlässt. Da kommt der Opener „Bobmusik (Es gehts los)“ trotz seiner knappen Zeit wesentlich cooler daher. Mit „Taube Nüsschen“ ist sogar ein Song dabei, für den SPONGEBOB extra mutiert, um sich der geballten Power von TWISTED SISTERs „I want to rock“ zu widmen. Den Kinofreunden unter den Bikini-Bottom-Fans dürfte dieser von FRIEDEMANN BENNER eingesungene Song schon wohlbekannt sein.

„BOBmusik – Das gelbe Album“ ist trotz seines einfarbigen Namens eine bunte und lustige Scheibe geworden, die ihr Ziel, gute Laune zu verbreiten, voll und ganz erfüllt. Die Kompositionen sind überwiegend liebevoll und stilecht in der SPONGEBOB-Unterwasserwelt angekommen und wurden produktionstechnisch, aber vor allem auch von SANTIAGO ZIESMER sehr schön umgesetzt. Während die Serie allerdings doch auch den ein oder anderen „erwachsenen“ Zuschauer an die Fernseher lockt, dürfte dieses Album doch eher den jüngeren Anhängern Freude bereiten. Ausnahmen sind natürlich besondere Anlässe: so habe ich noch am eigenen Leib erfahren dürfen, welche positive Euphorie mein SPONGEBOB-“Are you ready to rock?“-T-Shirt auf dem Serengeti Festival 2009 ausgelöst hat. Da kann ich mir nur ansatzweise vorstellen, was diese CD dieses Jahr beispielsweise auf den Campingplätzen des WACKEN-Open Airs auslöst. Schließlich ist SPONGEBOB ohne Zweifel das SLAYER der „BOBmusik“!

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