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STAHLMANN - s/t

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Artist STAHLMANN
Title s/t
Homepage STAHLMANN
Label AFM
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Nach dem Top-Five-Albumchart-Erfolg der Kollegen von EISBRECHER schickt das Label AFM jetzt die fünf Göttinger von STAHLMANN ins Rennen, um nicht nur Alexx und Konsorten live zu unterstützen, sondern auch mit dem selbstbetitelten Debüt die Kassen klingeln zu lassen. Seit 2008 steht bei den „Stahlmännern“ Neue Deutsche Härte auf dem Zettel und irgendwie klingt das Quintett wie die Fusion von EISBRECHER und MEGAHERZ.

Insbesondere beim melancholisch-kraftvollen „Teufel“ beschleicht mich das Gefühl, den Sound genau so schon mal bei den vorgenannten Kapellen gehört zu haben. Gut, neu erfinden können die Niedersachsen das NDH-Rad nicht und die elf Songs des Erstlings sind handwerklich ohne Fehl und Tadel, aber es mangelt halt ein wenig an der eigenen Handschrift. Das „Willkommen“ fällt entsprechend eingängig und durchaus druckvoll aus – was man allerdings bei einer Combo namens STAHLMANN auch erwartet. Der gleichnamige Song kombiniert wie „Kaltes Herz“ elektronische Versatzstücke mit knackigen Langäxten, während die Vorabsingle „Hass mich…lieb mich“ wie die weichgespülte Version eines RAMMSTEIN-Tracks klingt. „Marschieren“ stampft mit schweren Stiefeln umher, wohingegen „Auf ewig“ ähnlich wie „Mein Flehen“ zu den dunkelschönen Balladen der Platte zählt. Wer sich STAHLMANN nennt, muss vielleicht auch einen Song im Repertoire haben, der „Stahlwittchen“ heißt. Textlich nicht unbedingt eine Glanzleistung und auch das Gestöhne hatten sich die Herrschaften sparen können, aber schauen wir mal, ob und wie die Nummer live umgesetzt wird. Auf der Zielgeraden gibt’s noch „Kokain“ – der große Rausch bleibt jedoch aus, dafür serviert ein „Letzter Vorhang“ auf der Ziegerade nach einer guten halben Stunde noch mal deftige Hausmannskost.

Die EISBRECHER-Fans werden den STAHLMANN-Support mit Sicherheit mögen, wenn denn die Live-Performance der Jungs passt. Mit ihrer ersten Langrille schielt der Fünfer nach einem respektablen Platz 18 in den deutschen Alternative-Charts für die letztjährige „Herzschlag“-EP zweifelsohne nach höheren Weihen. Die entsprechende Massentauglichkeit bringt die Platte auf jeden Fall mit, ich hätte mir an der einen oder anderen Stelle allerdings etwas mehr Eigenständigkeit gewünscht.

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