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STAHLWERK IX/ COLD FUSION/ RUKKANOR - Triumvire

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Artist STAHLWERK IX/ COLD FUSION/ RUKKANOR
Title Triumvire
Homepage STAHLWERK IX/ COLD FUSION/ RUKKANOR
Label WAR OFFICE
Veröffentlichung 27.07.2004
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Da wir leider nicht im Besitz des Originals sind, müssen wir es uns eben vorstellen. Außen: Eine Box aus edlem Holz, Filzbeschlag und goldener Schrift, verfügbar in drei verschiedenen Farben alle jeweils auf 220 Stück limitiert. Innen: Drei führende Acts aus der Martial/ Atmospheric Industrial Szene, geschmiedet in der Hauptzentrale des polnischen War Office Propaganda Labels, thematisch orientiert an den verworrenen Zeiten des römischen Reiches. Da reicht bereits die Promo-Ausgabe, um diese Edition mit dem Sonderklasse-Stempel zu versehen.

Denn was „Triumvire“ eigentlich auszeichnet sind weniger die Verzierungen, der Verpackungs-Pomp, die edle Stoff-Haptik und der Duft von Sandelholz. Vielmehr ist es die sorgsam aufeinander abgestimmte Mischung dieser drei Projekte, die sich gegenseitig ergänzen und der Split eine Spannung und Dramaturgie verleihen, die man im Genre sonst selten findet. STAHLWERK 9 eröffnen mit dunkel brodelnden Flächen, hymnischen Gesten und bedrohlich unterkühlten, geisterhaft in die Tiefe transponierten Vocals – Dark Ambient mit düsterem Ohrwurmpotential, schwerfällig und dennoch mit einem nach vorne gehenden Puls. Die thematische Umorientierung vom zweiten Weltkrieg auf spannungsgeladene historische Stoffe (die ja das gesamte War Office Repertoire durchziehen) hat Reinhard Hopfe auch musikalisch einige Schritte vorangebracht. Nach diesem schweren Auftakt empfindet man die mit melancholisch tröpfelnden Pianotönen, gehauchten Chorstimmen und dezenten Bläsersätzen unterlegten Snare-Salven von COLD FUSION geradezu als Erholung. Insbesondere die Beschränkung auf das absolut Notwendige, die kompositorische Kürze und das gekonnte sich Verlassen auf einige wenige, effektiv wiederholte Motive treibt den Hörer tiefer und tiefer in einen Strudel, den RUKKANOR gegen Ende mit majestätischen Trompeten und getragen marschierenden Drums in eine finstere Hypnose sublimieren. Vor allem im orientalisch mäandernden „Alexandria“ brauen sich elektrisch zuckende Gewitterwolken zusammen, deren Schatten wie Wächter des Todes über nebelverhängte Felder schleichen.

Eine knappe Dreiviertelstunde dauert diese CD, gerade lang genug, um sich eine Auszeit von der schnöden Welt zu gönnen und kurz genug, um keine Langeweile aufkommen zu lassen. In Kombination mit der edlen Verpackung ergibt das ein Album, dessen Besitz oft und lange Freude bereiten wird. Ein Hinweis scheint hierbei angebracht: Wer sich das nicht zu Lebzeiten nur vorstellen möchte, sollte sich angesichts der Limitierung mit dem Kauf etwas beeilen.

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Paradoxx 'Triumvire' Tracklist
1. Atomika
2. Catwalk
3. Radium-Lover
4. Alien
5. Mysterious
6. Intermission
7. Vampyr
8. Teknologi
9. Wait
10. Atomika (Mimetic Mix)
11. Atomika (Video Interactive)
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