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STEAK NUMBER EIGHT - Kosmokoma

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STEAK NUMBER EIGHT
Artist STEAK NUMBER EIGHT
Title Kosmokoma
Homepage STEAK NUMBER EIGHT
Label INDIE RECORDINGS
Veröffentlichung 11.12.2015
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

 

STEAK NUMBER EIGHT sind ein Phänomen. Die Jungs um Frontmann und Bandgründer Brent Vanneste sind gerade einmal Anfang 20, veröffentlichen ungeachtet dessen mit „Kosmokoma“ dieser Tage bereits ihr drittes vollwertiges Album und liefern damit – soviel sei vorweg genommen – einen absolut adäquaten Nachfolger des vollkommen zu Recht viel gepriesenen 2013’er-Albums „The Hutch“ ab.

Die belgischen Jungspunde werden schon seit ihrem Debüt gern in einem Atemzug mit Post Metal-Größen wie ISIS und NEUROSIS genannt und brauchen diese Vergleiche tatsächlich auch keineswegs zu scheuen. Im Vergleich zum äußerst runden und ausgewogenen „The Hutch“ wirkt „Kosmokoma“ zu Beginn betont sperrig und auf seltsame Weise gleichzeitig roh und deutlich gereift. Die gesunde Mischung aus Epik und wütender Energie ist geblieben, auch das Equilibrium scheint unverändert, jedoch sind die Ausschläge zu beiden Seiten extremer geworden. Das Album weist einen gefühlt deutlich höheren Melodieanteil auf, manches klingt dabei gar nach PINK FLOYD („Charades“) oder KING CRIMSON („Future Sky Batteries“). Überhaupt haben sich, gerade in Bezug auf Harmonien und Arrangements, so einige Einflüsse des frühen Prog Rocks in den Sound des Vierers geschlichen. Damit einher geht eine ebenfalls deutlich erhöhte rhythmische Vertracktheit, die sich gerade in den, von durchdachten – und manchmal abrupten – Breaks gekennzeichneten, Wechseln zwischen laut und leise manifestiert. Diese anspruchsvolle Dynamik und das, auch in den ruhigen Momenten ständig präsente, unterschwellige Brodeln der Atmosphäre verleihen „Kosmokoma“ seinen kantigen, verschrobenen Charakter, der den ungezügelten, jugendlichen Hang zur Wildheit, den sich STEAK NUMBER EIGHT bewahrt haben, auf spannende Weise kontrastiert. Nichts geschieht ohne  Grund in diesen 68 Minuten, weder die kleine Disharmonie, die rechtzeitig vor zu viel Wohlklang in den sphärischen Postrock-Flächen warnt, noch der schöne MUSE-Melodiebogen, der aufkeimende Hektik im Vorfeld entschärft. Nur eine hervorragend miteinander harmonierende Band bringt so etwas zustande und bewegt sich derart geschmeidig zwischen RUSSIAN CIRCLES auf Speed („Return of The Kolomon“), EXPLOSIONS IN THE SKY und schweren Doom-Riffs á la NEUROSIS und klingt dabei obendrein auch noch in jeder Sekunde zu 100 Prozent nach sich selbst. Ein Über-Song wie das breit angelegte, vielschichtige „Cheating The Gallows“ wirkt da schon beinahe unvermeidlich.

Fazit: „Kosmokoma“ ist ein beeindruckendes Album mit viel Tiefgang, das sich definitiv nicht beim ersten Hören vollends erschließt, mitunter sogar verstört, nach und nach aber einen derart weiten Klangkosmos und immer noch genug eingängige Passagen aufweist, dass am Ende pure Begeisterung steht. Verstörend gut.

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Steak Number Eight 'Kosmokoma' Tracklist
1. Return Button MP3 bestellen
2. Your Soul Deserves To Die Twice Button MP3 bestellen
3. Principal Features Of The Cult Button MP3 bestellen
4. Gravity Giants Button MP3 bestellen
5. Charades Button MP3 bestellen
6. Knows Sees Tells All Button MP3 bestellen
7. Claw It In Your Eyes Button MP3 bestellen
8. It Might Be The Lights
9. Cheating The Gallows Button MP3 bestellen
10. Future Sky Batteries Button MP3 bestellen
11. Space Punch Button MP3 bestellen
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