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STRAPPING YOUNG LAD - Alien

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Strapping-Young-Lad-Alien.jpg
Artist STRAPPING YOUNG LAD
Title Alien
Homepage STRAPPING YOUNG LAD
Label CENTURY MEDIA
Veröffentlichung 21.03.2005
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Achtung! Anschnallen! Devin Townsend ist wieder am Start und das verspricht immer eine musikalische Reise der besonderen Art. Für einige ist Devins Sound bei SYL einfach nur beklopptes Chaos, andere halten den Kanadier für einen der genialsten Musiker überhaupt. Für mich persönlich fällt der Typ vor allem seit dem Song “Detox” und dem Album “City” absolut in die zweite Kategorie.

Dabei ist es wirklich schwer ein Album der Marke “Alien” zu beschreiben. Dieses geniale Chaos muss man einfach selbst hören. Bei dieser Band scheint alles gleichzeitig abzulaufen. MESHUGGAH sind dagegen “Kindergarten”. Hier fegt ein brachiales Riff nach dem nächsten durch die Boxen und die Drums pusten alles weg, was ihnen auch nur zu nahe kommt. Das ganze passiert dazu in solch einer wahnwitzigen Geschwindigkeit, dass man kaum glauben kann, dass dort nicht mit Computer-Hilfe nachbearbeitet wurde. Aber nein, das ist kein Computer… das ist Über-Drummer Gene Hoglan (DARK ANGEL, ex-DEATH, ex-TESTAMENT). Und ich frag mich jedes mal wieder, wie der Mann diese komplexen Parts in dieser Geschwindigkeit spielen kann. Unfassbar! Auch äußerst imposant ist wieder mal die gesangliche Leistung von Bandchef Devin. Der schreit sich dermaßen krank durch die Songs, dass man nicht glauben mag, er habe die Aufnahmen überlebt. Im krassen Gegensatz dazu kommen dann aber auch die fast cleanen und atmosphärischen Parts zum Zuge. Man könnte meinen das zig Seelen in seiner Brust leben.

Hat man die ersten drei Chaos-Songs überstanden, kommt mit “Love?” die erste Pause (wenn man das so nennen kann). Hier geht das Quartett etwas geordneter zu Werke. Midtempo-Mosh-Riffs, Double-Bass, Keyboard-Teppich und sehr atmosphärischer und trotzdem wirklich abgefahrener Gesang, das alles macht diesen Song zum vielleicht zugänglichsten Stück der ganzen Scheibe. Etwas NuMetal-lastiger kommt “Possessions” daher. Hier wurde sogar ein richtiger Refrain eingebaut, der zudem noch mit einem Kinder-Chor unterlegt wurde und der “Give it away” Shout-Part so fast zu einem Ohrwurm werden könnte. Total abgefahren ist “Two Weeks”. Dieses Akustik-Stück kommt dermaßen langsam und relaxt durch die Boxen geflossen, dass einem beim Hören schon fast angst und bange wird vor dem, was wohl als nächstes kommen könnte. Doch wirkt der gesamte zweite Teil des Albums etwas einfacher strukturiert, ohne dabei aber von seiner Härte zu verlieren (“Zen”). Beendet wird “Alien” dann mit dem Stück “Info Dump”. Wobei es sich hierbei um ein 11 Min. langes Stör-Rauschen handelt, welches sein Finale in einem ohrenbetäubenden Elektro-Lärm findet. Irgendwie typisch Townsend.

Ich finde “Alien” nach mehrmaligem Hören mehr als nur genial. Dabei sollte man aber wirklich schon mit den früheren Werken der Kanadier vertraut sein. Denn das hier ist alles andere als leichte Kost und dürfte bei dem einen oder anderen Hörer für “leichte” Verwirrung sorgen.

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Strapping Young Lad 'Alien' Tracklist
1. Imperial Button MP3 bestellen
2. Skeksis Button MP3 bestellen
3. Shitstorm Button MP3 bestellen
4. Love? Button MP3 bestellen
5. Shine Button MP3 bestellen
6. We Ride Button MP3 bestellen
7. Possessions Button MP3 bestellen
8. Two Weeks Button MP3 bestellen
9. Thalamus Button MP3 bestellen
10. Zen Button MP3 bestellen
11. Info Dump Button MP3 bestellen
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