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SUNDEALERS - Tears Love Religion

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Sundealers-Tears-Love-Religion.jpg
Artist SUNDEALERS
Title Tears Love Religion
Homepage SUNDEALERS
Label SOMETHING TO LISTEN TO
Veröffentlichung 24.07.2006
Leserbewertung
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7.6/10 (11 Bewertungen)

Manchmal erlebt man Konzerte, da spielt die Vorband den Hauptact locker an die Wand. So habe ich auch die SUNDEALERS aus Wuppertal kennen gelernt, die bei einem klitzekleinen Konzert als Einheizer der Finnen BLOODPIT fungierten. Die SUNDEALERS (eine umgangssprachliche Bezeichnung für südamerikanische Drogendealer) kommen aus Wuppertal und machen Musik, die sie selbst im weiten Feld zwischen Alternative Rock (eher mehr) und Gothic Industrial (eher weniger) ansiedeln.

Konkret bedeutet das eine perfekte Kombination aus druckvollem Rock mit vielfältigen elektronischen Einflüssen. Kein Wunder, dass die Londoner Produzentenlegende John Fryer (NINE INCH NAILS, DEPECHE MODE, HIM) aufmerksam wurde und sich des Quintetts annahm. Das eindrucksvolle Ergebnis dieser Zusammenarbeit überzeugt auf ganzer Linie (außerdem sind SUNDEALERS eine der wenigen deutschen Bands, die bei einem englischen Label beheimatet sind) . Der Opener „Steam“ vermittelt bereits einen guten Eindruck, wie abwechslungsreich hier zu Werke gegangen wird. Langsame Passagen wechseln mit energiegeladenen Gitarrenriffs. „Gun Crazy“ ist eines der Highlights des Albums. Hier wird derart straight nach vorn gerockt, dass es nur so eine Freude ist. Beim Beginn von „Sleeping Desire“ weiß man nicht genau, ob sich der Sound nun nach Wildem Westen oder fernöstlichen Sitarklängen anhört. Dem Song haftet ganz einfach etwas mystisch-verklärtes an. Anders „Down Again“. Hier ist die Richtung klar vorgegeben. Zum leicht verzerrten Gesang vom stimmgewaltigen Ralf-Morgenstern-Lookalike Tom Berger greifen Gitarrist Ron Kluge und Bassist Ed Brückmann amtlich in die Saiten. Für die elektronischen Spielereien, wie sie z.B. bei „God Drives Caterpillar“ zum Einsatz kommen, zeichnet der Multimediakünstler Sascha verantwortlich. Beim erstmaligen Hören von „Deliver Me“ kann der Eindruck entstehen, dass mit den Boxen oder dem CD-Player etwas nicht in Ordnung ist. Da hat aber nur der gute Sascha die Finger im Spiel. Ähnlich wie bei „Steam“ wechseln laut/ leise und schnell/ langsame Parts. Zeit zum Ausruhen bleibt allerdings zumindest Drummer Chris Zöllner kaum. Balladesk wird es bei „Sunshine And Rain“, was bei den SUNDEALERS aber keinesfalls schmalzig bedeutet. „Sweat“ ist bestens geeignet, den geneigten Zuhörer zum Schwitzen zu bringen. Auch hier werden verschiedene Stilrichtungen einfallsreich gemixt und versprechen hochkarätigen Hörgenuss. Gleiches gilt für „Swear“, das mich ein wenig an die H-BLOCKX erinnert. Das letzte Stück „Zuperstar“ ist all den Retortenstars aus den diversen Castingshows gewidmet.

Was Dieter Bohlen zu den SUNDEALERS sagen würde, kann ich nur ahnen. Dass EinsLive die Musik der Wuppertaler zwar für interessant und originell hält, aber auch für unpassend für den Heimatkult (eine Radiosendung, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, junge und noch unbekannte Bands einem breiteren Publikum vorzustellen), spricht nicht unbedingt für den öffentlich-rechtlichen Sender. Mit dieser Scheibe kann man definitiv nichts verkehrt machen!

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Sundealers 'Tears Love Religion' Tracklist
1. Steam
2. Gun Crazy
3. Sleeping Desire
4. Down Again
5. God Drives Caterpillar
6. Deliver Me
7. Sunshine & Rain
8. Sweat
9. Swear
10. Zuperstar
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