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SUPERIKONE - Energie (Demo)

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Superikone-Energie.jpg
Artist SUPERIKONE
Title Energie (Demo)
Homepage SUPERIKONE
Label EIGENPRODUKTION
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Nach der recht erfolgreichen “Opiate”-VÖ aus dem Vorjahr beehren uns nun Malte und sein unermüdlicher Live Keyboarder Herr Allenstein mit neuem Material unter dem Namen SUPERIKONE. Mittlerweile hatte ich bereits mehrfach Live-Kontakt mit der „Band“ und muss sagen, dass sie gerade auf der menschlichen Ebene sehr sympathisch rüberkommen. Auch ist es ihnen egal, ob sie vor 10 oder 200 Personen agieren, immer wird auf der Bühne das Beste gegeben, Energie freigesetzt, womit wir einen wunderbaren Übergang zum Titel dieser neuen Demoproduktion gefunden haben. „Demo“ deswegen, weil man mit den aktuellen 6 Tracks (23 Minuten Laufzeit) auf Labelsuche ist, um dann später einen vollständigen Longplayer zu produzieren.

Die ersten 4 Tracks konnte ich allesamt schon live vernehmen und aufgrund ihrer Eingängigkeit fällt das Wiederhören leicht. Malte produziert tanzbaren Elektro zwischen Future Pop, Synthie Pop und ein paar NDW-Einsprengseln, niemals zu kompliziert, aber dennoch abwechslungsreich. Einen gewissen „trashigen“ Charme kann ich der Kapelle nicht absprechen, was vor allem an den teils unbedarften deutschen Texten liegt, die vor keinem Schüttelreim zurückschrecken. Das soll aber gar nicht negativ gemeint sein, verkopfte Synkopen können andere produzieren, SUPERIKONE wollen vor allem UNTERHALTEN. Auch ist Malte nicht gerade ein Gesangsgott, er klingt leicht schief und nölig, was aber in diesem Fall gut zu den synthetischen Klängen passt. Gerade der Opener „Machtmenschen“ ist für eine Single-Auskopplung prädestiniert, eine schöner Refrain frisst sich in die Ohren und lässt das Tanzbein freundlich schwingen. Neben den durchaus bemerkenswerten politischen Aussagen wird auch oft das Thema Mann-Frau angerissen und es scheint mir fast so, als ob der Texte hier ein paar Träume (oder Traumata) auslebt… Die Frau, das erotische, brutale, unbekannte Wesen… wird sicher nicht jeder mögen, aber wenigstens mal was anderes. So gibt man sich über die komplette Spielzeit keine nennenswerte Blöße, es wird sich zeigen, ob das auch auf Albumlänge funktioniert.

Freunde gepflegter Dialektik müssen hier nicht unbedingt einschalten, ebenso wenig „Deutschhasser“, aber ansonsten können hier Fans von BLUTENGEL bis VNV NATION gerne mal hineinhören, oder aber das Duo noch eher mal live antesten. Im regulären Handel wird diese Zusammenstellung wohl nicht erhältlich sein, lassen wir uns also überraschen, wie die Discographie der Rheinländer fortgeschrieben wird.

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