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SUPERIKONE - Energie

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Superikone-Energie-Final.jpg
Artist SUPERIKONE
Title Energie
Homepage SUPERIKONE
Label PHOBOTAXIS
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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8.0/10 (1 Bewertungen)

So, jetzt wird es etwas kompliziert. Denn eigentlich haben wir schon eine „Energie“-Rezension von SUPERIKONE, das liegt daran, dass vor geraumer Zeit eine Demoversion mit 6 Tracks bemustert wurde, um damit Labelinteresse zu wecken. So ganz hat das wohl trotz meiner Meinung nach locker ausreichender Qualität nicht geklappt, denn Malte bringt den „Opiate“-Nachfolger nun auf seinem eigenen Label heraus. Phobotaxis ist mithin Musikverlag und Produktionsstätte des Duos Allenstein/ Schmidt-Kohl, und man kommt nicht umhin, dem Sound eine ausgezeichnete Qualität zu attestieren.

12 Tracks plus Intro/ Outro sind es nun also, die den geneigten Electro Fan erfreuen sollen, im Grunde genommen könnte ich jetzt die Rezi zum Demo einfügen, wenngleich damals nur die halbe Anzahl Songs vertreten waren. Fragte ich mich im Februar noch, ob das Konzept auch über Albumlänge funktioniert, kann nun die eindeutige Antwort gegeben werden: Ja! Allerdings nur, wenn man grundsätzlich auf den SUPERIKONE-Sound steht, der sicherlich die Meinungen spaltet. Denn ähnlich wie bei BLUTENGEL handelt es sich hier um die Trash Variante guten Future Pops, einen irgendwie gearteten höheren Anspruch sucht man vergebens, alles wird dem Unterhaltungs-Dogma untergeordnet. Im Gegensatz zum Mono-Pohl wird hier aber nicht auf dicke Kunst gemacht, man akzeptiert und genießt geradezu die „simple“ Unterhaltung. Dazu kann man wunderbar abtanzen oder auch mal die Fenster am Auto runterkurbeln. Und Malte ist wirklich kein begnadeter Sänger, er nölt ein wenig schief aus dem Äther, aber er sticht auch aus der Masse heraus, mir gefällt dieser Stil jedenfalls. Allerdings sollte der gute Herr mal seinen Psychoanalytiker aufsuchen, seine Texte deuten nämlich auf ein gestörtes Verhältnis zur (schwarzen) Damenwelt hin:-) Sehr oft geht es um Erotik, Abhängigkeiten, Sexspielchen, Voyeurismus – sozusagen die Synthetik-Variante von UMBRA ET IMAGO. Ergänzend dazu werden aber auch eindeutige Statements gegen rechts verabredet, was man nur unterstützen kann. Kleine Hits dieser Langrille sind das treibende „Machtmenschen“, das etwas an Minimal Electro erinnernde „Heisses Wachs“ sowie „Wenn du tanzt“ in einer Neuversion (war nämlich schon auf der „Opiate“ enthalten).

Weitere Infos entnehme man bitte auch der Vorgänger-Rezi, bevor ich mich hier totsabbel, sei dieser Trash-Future-Synthie-Pop allen humorvollen Szenegängern ans Herz gelegt. Gibt Energie, macht frei und zaubert ein Lächeln auf dein Gesicht. Durch den Nova-Vertrieb sollte diese Scheibe eigentlich überall erhältlich sein.

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