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SYRUS - Demo 2003

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Artist SYRUS
Title Demo 2003
Homepage SYRUS
Label EIGENPRODUKTION
Leserbewertung
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Das ist unfair! Da schreiben einem die Jungs von SYRUS einen so freundlichen und persönlichen Brief, dass man ihnen schon vor dem Erklingen des ersten Tones keine schlechte Kritik angedeihen lassen möchte und präsentieren sich dabei derart professionell, dass manche Plattenfirma schlucken muss. Zum Glück handelt es sich hierbei nicht um den verzweifelten Versuch einer talentlosen Truppe, mit allen erdenklichen Mitteln zu Ruhm zu gelangen, sondern um den sympathischen Präsentationsstil einer hoffnungsvollen Band.

4 Songs hat die Gruppe aus ihrem inzwischen über eine Stunde betragenden Repertoire für dieses schlicht „2003“ betitelte Demo ausgewählt, es stellt die Quintessenz aus 4 Jahren Live-Erfahrung dar – 4 Jahre, in denen ein interessanter Stilmix Form angenommen hat. Yussuf Yasars leicht hysterischer (er selbst würde sagen: besessener) Gesang liegt vollkommen nackt über den rohen Gitarren von Bjoern Volkmann, die auch schon mal als gesplittert-gebrochene Dreiklänge daherkommen, während der Rest der Truppe sich zweckdienlich zurückhält. „Lust“ und „Don’t Think“ sind starke, eingängige Tracks, die mit dem Stilmittel der Dynamik spielen, ohne dabei zu plakativ zu werden, während das abschliessende „No more delay“ wilder daherkommt, was ihnen etwas weniger gut zu Gesichte steht – gerade wenn sie die volle Kontrolle behalten, sind SYRUS am besten. Doch dafür wird man vollkommen mit dem absoluten Höhepunkt dieser kleinen Sammlung entschädigt, dem beinahe sechsminütigen „Wash me clean“, einem Monster aus einer brodelnden Strophe und zwei explosiven, ineinander verschränkten Refrains, halb Höllenfunk, halb Metal und es ergreift einen die selbe Begeisterung und Gewissheit, bei der Geburt etwas wahrhaft Neuem dabeizusein, die man verspürte, als man zum ersten Mal KORN hörte.

Ganz so weit ist das Quartett freilich noch nicht ganz, der Sound ist insgesamt ein wenig zu dumpf geraten und auch arrangementtechnisch könnten manche Passagen von einer Straffung profitieren. Doch das ist Makulatur. Wenn 2003 ein faires Jahr ist, dann dürfte „2004“ demnächst unter „S“ im Plattenregal liegen.

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