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TACERE - Eras Reveries

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Tacere-Eras-Reveries.jpg
Artist TACERE
Title Eras Reveries
Homepage TACERE
Label EIGENPRODUKTION
Leserbewertung
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7.0/10 (1 Bewertungen)

Hier wird „Stille“ ganz neu definiert, denn übersetzt heißt der Bandname TACERE (lat.) nichts anderes. „Eras Reveries“ ist bereits das 5. Demo der Band um den ehrgeizigen Finnen Karri Knuuttila, welches jetzt in Eigenproduktion erschienen ist. Karri gründete die Band im Jahre 2002, damals jedoch unter dem Namen TACET LACRIMAE. Seit 2004 gehört die Sängerin Helena Haaparanta fest zu der Band, die mittlerweile aus 5 Mitgliedern besteht.

Das Artwork der Promo/ Demo „Eras Reveries“ spricht mich an: eine limitierte Papphülle, einen künstlerisch in ein Tribal eingefassten Bandnamen, rote Blutflecken verteilt um einen gewöhnlichen Wasserabfluss. Die Rückseite mit Bandfoto umrahmt von weiteren Blutspritzern. Im Vordergrund der blonde, langhaarige Karri und die hübsch anzusehende dunkelhaarige Helena. Alles in allem vielversprechend. Doch die Töne machen klar, dass nicht nur Äußerlichkeiten zählen. Die sieben Songs mit gut 35 Minuten Spielzeit lassen melodischen Power Metal mit Keyboardeinsätzen erklingen, der teilweise recht anstrengend ist. Doch gehen wir der Reihenfolge nach vor. Die Titel “I devour” und “A voice” sind die für mich am meisten gelungenen Songs. Melodiös mit eingängigem Refrain. Als sehr positiv empfinde ich die Stimme von Helena, die momentan eine professionelle Gesangsausbildung macht und den Songs etwas Zauberhaftes gibt. Dagegen stören mich Karris cleane Vocals, die weniger gut klingen. Gesanglich liegen ihm die Growls besser, die auch stellenweise vertreten sind. Der dritte Song „Born of the Ground“ offeriert das generelle Problem des Demos: den schnellen Wechsel der Geschwindigkeiten, eine Überladenheit, und das Gefühl, dass versucht wird, zu viele Genre-Elemente auf einem Silberling unterzubringen. „Autumn rain“ erklingt mit echten Regengeräuschen passend zum Titel. So konstant wie in diesem Titel sollte versucht werden, einen eigenen Stil zu finden und fortzuführen. Weiter geht es mit dem kurzen Uptempo-Song „Bitter, repressive“ mit vielen Unterbrechungen und teilweise gesprochenen Passagen. Der Titelsong „Eras Reveries“ enthält unter anderem schöne Piano-Elemente, aber wieder können mich Karris cleane Vocals nicht überzeugen. „Foes of the sun“ ist der letzte Song, der als Bonustrack ausgewiesen wird. Hier wirkt Helenas Stimme überaus angenehm. Mit diesem Talent sollte TACERE vordergründig auftrumpfen! Dazu wünsche ich der Band einen baldigen Plattenvertrag und somit ein größeres Budget, um die Produktion klanglich verbessern zu können.

Nicht unerwähnt sollte an dieser Stelle die wirklich schöne und informative Homepage bleiben. Hier findet man alles topaktuell von Discographie, über Forum, Download- und Bestellmöglichkeiten. Diese Band hat den Sinn einer professionellen Webseite erkannt und nutzt diesen effektiv.

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