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TAKE THAT - Progress

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Artist TAKE THAT
Title Progress
Homepage TAKE THAT
Label UNIVERSAL MUSIC
Veröffentlichung 19.11.2010
Leserbewertung
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6.4/10 (9 Bewertungen)

Ambitioniert, ein Comeback-Album „Progress“ zu nennen. Denn wenn eine „Teenie-Band“ wie TAKE THAT nach mehr als zehn Jahren wieder aufersteht, dann liegt man vermutlich nicht völlig falsch, wenn man als Triebfeder dieser Idee nicht unbedingt den unstillbaren Drang der Mitglieder vermutet, gemeinsam noch einmal neue Kreativ-Universen zu erschließen. In der Regel sind Comebacks angenehme Nostalgie-Veranstaltungen für Fans und Musiker gleichermaßen, bei denen man sich mit progressiven Ideen vorsichtshalber ein wenig zurückhalten sollte.

Doch TAKE THAT machen ihre Sache gar nicht übel: Sicher, Vertrautes gibt es reichlich, aber soundtechnisch sind sie absolut am Ende der Nullerjahre angekommen – besser, als das ROBBIE WILLIAMS zuletzt im Alleingang gelungen war. „SOS“ ist beispielsweise recht hart, dynamisch und durchaus zeitgeistig, und auch „Wait“ beginnt mit sehr knackigen, elektronischen Strophen, die angenehm reduziert arrangiert sind, bevor dann im Refrain die Williams-typischen Kuschel-Streicher zuschlagen. Die fünf Herren haben gut aufgepasst, wie tanzbarer Chartpop heute geht, und mal bei LADY GAGA und RIHANNA über den Zaun geguckt. Das zeigt sich vor allem in der ersten Hälfte des Albums, die mit den stärkeren Songs aufwarten kann: „Pretty Things“ hat sicherlich ebenso viel Hitpotenzial wie „The Flood“, und „Happy Now“ rockt geradezu unverschämt krachig. Keine Frage, Produzent Stuart Price hat hier wirklich hervorragende Arbeit geleistet. Seine geschickten Finger haben „Progress“ genau jene Eigenschaften verliehen, die TAKE THAT schon immer ausgezeichnet haben: Lockere Dancefloor-Tauglichkeit, leichtfüßige Kommerzialität und ein Hauch Melodieverliebtheit und Romantik. Ein unfehlbares Rezept – wenn natürlich auch nicht ganz unvorhersehbar. Das Songwriting haben sich Gary Barlow, Mark Owen, Jason Orange, Howard Donald und Robbie Williams geteilt, und beim Gesang ging es ähnlich fair zu. Natürlich hat Robbie immer noch die prägnanteste Stimme und bekommt nicht umsonst die meisten tragenden Passagen zugeteilt, aber ansonsten darf jeder mal ran. Vokoder-Experimente wie bei „Happy Now“ sind da eher Geschmackssache, und ganz überzeugen kann Mark Owen bei „What Do You Want From Me?“ heute genauso wenig wie bei „Babe“ vor fünfzehn Jahren, aber die Fans wird das sicher nicht stören.

Manchmal wünscht man sich, dass sich TAKE THAT auf diesem Album doch ein bisschen mehr Zeit gelassen hätten für den einen oder anderen nachdenklichen Augenblick. Sicher, beim letzten Titel „Eight Letters“ greifen sie noch einmal tief in die Gefühlskiste mit dem vertrauten mehrstimmigen Gesang und den dicken Streicherteppichen, aber über lange Strecken ist „Progress“ eine Tour de Force, die im schnellen Dance-Rhythmus „Guckt her, wir können’s noch“ hämmert. Ja, sie können es noch – das hätten sie gar nicht mit so viel Gewalt beweisen müssen.

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Take That 'Progress' Tracklist
1. The Flood Button MP3 bestellen
2. SOS Button MP3 bestellen
3. Wait Button MP3 bestellen
4. Kidz Button MP3 bestellen
5. Pretty Things Button MP3 bestellen
6. Happy Now Button MP3 bestellen
7. Underground Machine Button MP3 bestellen
8. What Do You Want From Me? Button MP3 bestellen
9. Affirmation Button MP3 bestellen
10. Eight Letters Button MP3 bestellen
11. Flowerbed Button MP3 bestellen
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