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TEAM BLENDER - s/t

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Artist TEAM BLENDER
Title s/t
Homepage TEAM BLENDER
Label KIND LABEL/ KLEIN RECORDS
Leserbewertung
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Ich frage mich wirklich, woher plötzlich all diese deutschen Gitarrenbands mit Mädels am Mic auftauchen. Wahrscheinlich gab es sie schon immer, aber erst durch den Erfolg von ETWAS, MIA und natürlich vor allem WIR SIND HELDEN werden sie auch kommerziell interessant. TEAM BLENDER touren momentan mit den TIGER TUNES aus Dänemark, die vorher mit den HELDEN unterwegs waren. Der Kreis schließt sich. Vorliegende 5 Track EP stellt das erste Lebenszeichen des 2001 gegründeten Vierers dar, die auf ihrer Hompage noch ein paar zusätzliche Songs zum Download anbieten.

„Ich will doch nur ein kleines bisschen Rückenwind, nicht immer so direkt von vorn…“ – Wer so etwas zum besten gibt, kann kein schlechter Mensch sein, vor allem, wenn es Barbara mit ihrer weich-samtigen Stimme vorträgt, die alles Rotzige mancher „Kontrahentin“ ausklammert. Und so erinnert der Gesang dann auch eher an TONI KATER als an Frau Holofernes. Musikalisch fallen 2 Dinge auf: Jedes Stück ist erstens länger als das vorhergehende und zweitens weniger aggressiv, bis auf ein kurzes Aufbäumen am Ende. Wobei diese beiden Beobachtungen ja durchaus miteinander korrelieren. „Stern“, der Opener soll (?) wohl der potenzielle Hit sein, ist es aber nicht, weil der ganz große Refrain fehlt, dennoch charmant. Das darauffolgende „in die Nacht“ bleibt vor allem durch Barbaras „ba ba pa pa“ (Keine Gewähr für Rechtschreibung!) in Erinnerung. Besonders schön sind die 2 „kleinen“ sanften Rausschmeißer, die eine ganz spezielle Intimität mit dem Hörer (zumindest mit mir) aufbauen. Die Gitarren schrabbeln grundsätzlich ohne irgendwelchen progressiven Elemente vor sich hin, vollkommen songdienlich. Dazu kommen ein paar Retro-Keyboards und als besonderes Stilmittel: Ein gedoppelter Gesang, hinter Barbara werden nämlich sehr oft noch männliche Vocals gelegt, der kleine Doppelkeks wird also sozusagen tiefergelegt…

Wie schon gesagt: Eine charmant naiv gefühlige Scheibe ohne DEN großen Hit, die aber bei empfindsamen/ nachdenklichen Menschen rauf – und runter laufen könnte. Ob kommerziell was draus wird, steht in den Sternen, aber das ist dem blendenen Team wohl auch egal. Schaut sie euch live an (z.B. auch auf der Osnabrücker Maiwoche) und vertraut nicht (nur) dem Hype!

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