Terrorverlag > Blog > TEAMKILLER > Bound To Samsara

Band Filter

TEAMKILLER - Bound To Samsara

VN:F [1.9.22_1171]
Teamkiller-Bound-To-Samsara.jpg
Artist TEAMKILLER
Title Bound To Samsara
Homepage TEAMKILLER
Label LET IT BURN
Veröffentlichung 05.11.2010
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
8.0/10 (1 Bewertungen)

Ihr kennt “Der seltsame Fall des Benjamin Button“, der Film, in dem Brad Pitt als alter Mann geboren wird und als Baby die Welt verlässt? Nun, mit einem ganz so krassen Fall haben wir es nicht zu tun, doch eine kleine Parallele ist schon vorhanden. Stand die 2003 gegründete Formation TEAMKILLE jeher für eher modernen Hardcore á la HATEBREED, CRO-MAGS & Co., bewegen sich die Stuttgarter nun mit ihrer neuen Scheibe “Bound To Samsara” stilgeschichtlich zurück bis in die frühen Neunziger. Tragisch jedoch, dass der “Rückwärtstrend” nicht anhält und für diesen Dezember die letzte Tour der Combo ansteht, ehe man als Band endgültig so von der musikalischen Bühne abtritt, wie man sie für gewöhnlich eigentlich betritt: mit Live-Shows.

Doch für jene Konzerte gibt es nun letztmalig noch Futter in Form von zehn neuen Kompositionen. Diese fallen wie erwähnt deutlich oldschooliger aus, als man es von “Bad Signs” (2006) oder “Some scars, some hope” (2005) gewohnt war. Nach dem relativ langen, jedoch nicht gerade sonderlich interessanten “Intro” fegt der Vierer mit “No More” sehr straight los. Das souveräne Hardcore-Gerüst wird mit groovigen Scratch-Passagen und netten Gitarrenausbrüchen gefüllt, dazu schimpft Sänger Peter Bastian in fast schon Keith Flintscher (THE PRODIGY) Art und Weise. Ganz nett das Ganze, ein Eindruck, denn auch das folgende “Face of glory” bestätigt; auch wenn die Nummer recht simpel aufgebaut ist. Gut kommt vor allem die sauber herausgearbeitete Bassarbeit von Jan Heinisch, welcher damit auch durchaus interessant das anschließende “Wolfmen” einleitet. Das Ding scheppert ordentlich und wird durch Felix Grammer an der Gitarre etwas aufgelockert. “Wage of existence” beginnt dann immerhin noch im von TEAMKILLER bekannten HATEBREEDschen Stil, schwingt dann allerdings auch wieder zurück in die oldschooligen Wälder, in denen AGNOSTIC FRONT und MADBALL regieren. Danach kommt außer einiger netten Gitarrensoli und Bassläufen allerdings nichts mehr, was auf einer typischen NYHC-Scheibe durch Besonderheit auffallen würde.

Die wohl erstmal letzten gut 44 Minuten von TEAMKILLER, die ihre Fans sicher noch einmal erfreuen werden, sind ansonsten doch ziemlich nüchtern ausfallen. Die durch den guten Opener “No More” aufgebaute Spannung kann leider nicht lange gehalten werden, mitreißender Drive will nicht so wirklich aufkommen und hängen bleibt im Ohr nur wenig. An sich keine schlechte Platte, doch merkt man “Bound To Samsara” an, dass die Luft wohl einfach raus ist. Immerhin bleibt zu hoffen, dass TEAMKILLER auf ihrer Abschiedstour wenigstens noch einmal ordentlich das “friendly fire” eröffnen.

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

Alle markierten Felder (*) müssen ausgefüllt werden.

Teamkiller 'Bound To Samsara' Tracklist
1. Intro
2. No more
3. Face of Glory
4. Wolfmen
5. Eye of Wisdom
6. Wage of Existence
7. Illusion & Reality
8. Static
9. Take it to the Streets
10. Show no Fear
Teamkiller 'Bound To Samsara' online bestellen
Verkäufer Porto Preis
Amazon.de NEU (ab EUR 20,00 Porto frei) Amazon.de NEU (ab EUR 20,00 Porto frei) € 3 € 22,46 Online bestellen
Amazon.de Marktplatz (Gebraucht) Amazon.de Marktplatz (Gebraucht) € 3 € 1,00 Online bestellen
TEAMKILLER - Weitere Rezensionen

Mehr zu TEAMKILLER