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THE CRÜXSHADOWS - Astromythology

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The-Cruxshadows-Astromythology
Artist THE CRÜXSHADOWS
Title Astromythology
Homepage THE CRÜXSHADOWS
Label TIMEZONE
Veröffentlichung 01.09.2017
Leserbewertung
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5.0/10 (1 Bewertungen)

Relativ überraschend für mich flattert ein neues CRÜXSHADOWs-Werk in meinen Briefkasten, irgendwie hatte ich Rogue & Co. doch seit einigen Jahren aus den Augen verloren. Dabei verbindet mich Etwas mit den Amis: Mein allererster Konzertbericht (NICHT mein allererstes Konzert!) für diese schöne Seite beschäftigte sich 2002 mit einem Crüxies-Auftritt im Bielefelder Forum. Seitdem ist einiges passiert, privat wie politisch wie gesellschaftlich – und auch meine damalige Faszination für die Band hat in den Jahren doch arg nachgelassen. Zu glattpoliert und stereotyp die Veröffentlichungen, und die erotische Komponente der Shows hat sich auch mehr oder weniger abgenutzt. Sei’s drum, nach 5 Jahren Funkstille ein neues Lebenszeichen der Combo, die vor allem in Deutschland einen recht guten Namen hat. Insofern verwundern Label und Produzent eher wenig, handelt es doch bei Letzterem um den lieben Henning Verlage von UNHEILIG, der die Scheibe in Senden und Ochtrup eingetütet hat, klein ist die Welt.

Leider klingt das Endprodukt dann auch genau wie erwartet (befürchtet?): Völlig ohne jede Ecke und Kante, was aber letztlich zum Sound der Amis passt. Die werden ja oft als Synth Rock bezeichnet, aber sorry, den Termins „Rock“ streichen wir mal ganz schnell. Gitarre wie Violine sind nicht mehr als schmückendes Beiwerk. Im Vordergrund steht Rogues zugegebenermaßen prägnante Stimme, die auf eingängigem, zumeist flotten Snyth Pop thront. Darunter programmierte Percussion und entsprechende Flächen, das alles geht wunderbar schnell ins Ohr. Aber auch nach kurzer Zeit wieder raus. Die ersten 3 Songs ähneln einander sehr, sind für sich genommen ganz ok und werden definitiv ihre Fans finden. Mit „Home“ wird es dann erstmals gefühlvoll, das E-Klavier klimpert und die großen Gefühle werden rausgeholt. Und damit haben wir auch die beiden Enden des musikalischen Intervalls beschrieben, das THE CRÜXSHADOWS schon seit geraumer Zeit beschreiten. Interessant wird es später noch 2 mal: Bei „Of Angels“ bedient man sich beim Grund-Motiv des DeMo-Klassikers „Personal Jesus“ und „Uncertainty…“ lässt dann doch mal etwas die Gitarre von der Kette. Dann und wann klingt man gar wie eine sehr leichte MESH-Version.

„Interessantes“ Werk einer „interessanten“ Combo. Im Grunde musikalisch eher wenig der schwarzen Szene zugehörig, der man aber allein durch das Auftreten und die Optik immer wieder zugerechnet wird. Und da findet sich die Brücke zum Produzenten. Auch UNHEILIG haben ja mit ihrer massenkompatiblen Musik und dem „düsteren“ Auftreten im Mainstream Erfolg (gehabt), möglicherweise soll das nun auch in Angriff genommen werden? Dazu wird es aber wohl nicht kommen. Rogue und seine austauschbaren Mädels (auch der einzige Junge sieht aus wie Eines) machen harmlose, meist treibende elektronische Musik mit einem Händchen für gute Refrains, die aber immer wieder gleich klingen und auf Dauer einfach nur ermüden. Wenn überhaupt macht diese „Band“ nur auf der Bühne als Gesamtkunstwerk Sinn…

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The Crüxshadows 'Astromythology ' Tracklist
1. Helios
2. Singularities
3. Stay
4. Home
5. Infinity (You don't see me)
6. Stargazer
7. Of angels
8. My telescope
9. Jupiter
10. Uncertainty (In space & time)
11. Starfall
12. In gardens
13. Astronauts
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