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THE DEAD SOUTH - Illusion & Doubt

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THE DEAD SOUTH2
Artist THE DEAD SOUTH
Title Illusion & Doubt
Homepage THE DEAD SOUTH
Label DEVILDUCK RECORDS
Leserbewertung
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“Illusion & Doubt” ist der zweite Streich der vier bärtigen Herren mit Hut. THE DEAD SOUTH kommen aus dem ziemlich ländlichen Regina in Sakatchewan/Kanada und haben sich eine Kombination aus Bluegrass-Folk und Alternative-Country auf die Fahnen geschrieben. Hierzulande haben die Jungs bereits beim Reeperbahn Festival sowie beim Orange Blossom für Furore gesorgt und ich selbst hatte schon bei einem „Zwischen-Torte-und-Tatort“-Gig an einem Sonntagnachmittag das Vergnügen.

Entsprechend groß war auch meine Freude, dass der Vierer seine Gitarren, das Cello nebst  Banjo, Kick Drum, und Mandoline ins Studio geschafft hat, um eine neue Platte aufzunehmen. Gesungen wird auf „Illusion & Doubt“ natürlich auch wieder: man darf sich abermals auf fulminante Lead-Vocals von Fronter Nate Hilts nebst groovenden  Harmonie-Gesängen freuen, bei denen der Mann großartig von seinen Kollegen unterstützt wird. So geschehen etwa bei der beschwingten ersten Single-Auskopplung „The Good Lord“  oder dem temperamentvollen „Boots“, bei dem es schwer fällt, die Füße still zu halten. Zunächst ein wenig ruhiger, aber nicht minder mitreißend, präsentiert sich „Every Man Needs A Chew“, wobei auch hier (übrigens der erste Track, den die Band überhaupt geschrieben hat) am Ende mitsamt Banjo ordentlich Tempo gemacht wird, ehe sich das schräge Sauflied „Dead Man’s Isle“ als perfekte Untermalung für ein vergnügtes Sonntagspicknick empfiehlt, während das rhythmusbetonte „Smoothin’ In The Ditch“ direkt ins Bein geht und das partytaugliche „One-Armed Man“ mit ausdrucksstarken Vocals (inklusive Räusperer) und schwungvollem Geschrammel gefällt. Derweil kommt „Delirium“ ohne Gesang aus, bevor mit entspanntem Cello-Gezupfe „Miss Matty“ gedacht wird, die leider im Drogenrausch dem Gatten das Lebenslicht ausgepustet hat. Das nächste „Masscre of El Kuroke“ lässt nicht lang auf sich warten und die Zeit bis zu dieser dunklen Western-Nummer wird im Übrigen mit „Time For Crawlin’“ durchaus kurzweilig überbrückt. Bleibt noch die nostalgische, achtminütige Wild-West-Ballade „Gunslinger’s Glory“ mit der THE DEAD SOUTH ihren vergnüglichen Reigen beenden.

Wie gut die Klänge aus der kanadischen Provinz auch in bundesdeutschen Großstädten zünden, hat das Quartett in der Vergangenheit schon beeindruckend bewiesen. Im Oktober und November beehren sie uns wieder und bis dahin sollte man sich „Illusion & Doubt“ unbedingt zugelegt haben, denn mit der überbordenden Energie und Spielfreude, die THE DEAD SOUTH an den Tag legen, bekommen die Spielarten Folk, Neo-Folk, Bluegrass-Folk und Alternative-Country einen ungemein frischen Anstrich. Punk und Rock haben schließlich auch ihre Spuren hinterlassen und wie sagt Fronter Nate zu schön: Wir stehen einer Punk-Folk-Band wie den POGUES garantiert musikalisch näher als einer Bluegrass-Lady wie Allison Krauss.“. Die Eckpunkte sind also geklärt und inhaltlich erstklassig mit Leben gefüllt!

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