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THE DEVIL AND THE ALMIGHTY BLUES - II

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THE DEVIL AND THE ALMIGHTY BLUES2
Artist THE DEVIL AND THE ALMIGHTY BLUES
Title II
Homepage THE DEVIL AND THE ALMIGHTY BLUES
Label BLUES FOR THE RED SUN
Leserbewertung
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9.0/10 (2 Bewertungen)

>“Slow, heavy, melodic and raw, all without losing the almighty blues out of sight.” – so beschreiben THE DEVIL AND THE ALMIGHTY BLUES aus Oslo ihre Musik, die es jetzt erstmals auch als Konservenkost auf einem selbstbetitelten Silberling gibt. Was soll ich da noch hinzufügen, außer vielleicht, dass die Herrschaften sich bei ihren Liedern Zeit lassen: 46 Minuten für sechs Songs – hier wird jede einzelne Note, jeder Akkord zelebriert. <

Diese Zeilen habe ich vor knapp zwei Jahren in Bezug auf das Debüt von TDATAB geschrieben. Im Wesentlichen stimmt das auch hinsichtlich des Nachfolgers, welcher der Einfachheit halber den Titel „II“ erhalten hat und rund zwei Minuten mehr Spielzeit mitbringt. Jetzt sind es also 48 Minuten für sechs Tracks, ganz offensichtlich halten Arnt O. Andersen (Gesang), Petter Svee (Gitarre), Torgeir Waldemar Engen (Gitarre), Kim Skaug (Bass) und Kenneth Simonsen (Drums) nichts davon, sich kurz zu fassen. Oder sie brauchen nicht so viele Lieder und damit unterschiedliche Texte, um sich ihren Fans mitzuteilen. Wie auch immer, das Quintett macht auch beim zweiten Streich keine Gefangenen und legt mit dem Opener „These Old Hands“ auch gleich ein staubtrockenes Bluesrock-Brett vor. Wo andere Kapellen möglicherweise einen neuen Song eingeläutet hätten, legen die Norweger stattdessen bei neun Minuten Spielzeit einen  temperamentvollen Richtungswechsel hin, um im Anschluss mit dem tonnenschweren „North Road“ den Kopf zum bedächtigen Nicken zu bringen. Mit grummelnden, Unheil verheißenden Riffs und einem pointierten Schlagwerk übernimmt derweil „When The Light Dies“, bevor die Herrschaften mit dem stoischen „Low“ beweisen, dass weniger manchmal eben doch mehr ist. Diesen Faden nimmt im Folgenden „How Strange The Silence“ auf – wohlgemerkt mit deutlichen Akzenten, die dafür sorgen, dass der Sound an keiner Stelle der Platte langweilig wird. Dies gelingt auch dem finalen „Neptune Brothers“, mit dem noch mal nach allen Regeln der Kunst gegniedelt wird.

Ja, THE DEVIL AND THE ALMIGHTY BLUES sind auch mit dem zweiten Streich wieder in den späten Sechzigern und frühen Siebzigern unterwegs. Aber auch aktuelle Stoner-Einflüsse finden sich im krachenden Sound der Nordmänner wieder: heavy ohne allzu metallisch zu werden, dunkel ohne Doom zu sein und bluesy ohne altbacken zu klingen. Eben langsam, schwer, melodisch und roh, dabei aber durchaus auch sehr eingängig und catchy. Schlicht: hörenswert!

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