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THE ERKONAUTS - I Shall Forgive

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The-Erkonauts-I-Shall-Forgive
Artist THE ERKONAUTS
Title I Shall Forgive
Label INDIE RECORDINGS
Veröffentlichung 17.11.2017
Leserbewertung
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10.0/10 (2 Bewertungen)

Nach mittlerweile fast drei Dekaden aufmerksamer Umtriebigkeit im Bereich der harten und härteren Gitarrenmusik bin ich mittlerweile naturgemäß erst einmal skeptisch, wenn mir neue Alben mit Attributen wie „sensationell“, „bahnbrechend“ oder „so noch nie gehört“ angepriesen werden. Wenn jedoch einer Band das Label „Prog-Version von MOTÖRHEAD“ aufgedrückt wird, werde ich dann doch hellhörig. So jüngst geschehen bei THE ERKONAUTS, die gerade mit „I Shall Forgive“ den Nachfolger zu ihrem letztjährigen Debüt veröffentlicht haben.

Was mir dann auf besagtem Album von Anfang an mit voller Wucht entgegen schallt, ist tatsächlich mindestens ungewöhnlich und außerdem eine herrlich schallende Ohrfeige für alle Verfechter musikalischer Rassenlehre. Schallend nicht nur wegen der spielerischen Leichtigkeit, mit der die Schweizer alle möglichen Grenzen überschreiten oder praktischerweise gleich komplett einreißen, sondern auch wegen der unbändigen Power, mit der das Ganze zelebriert wird und die tatsächlich an den High Energy Rock n’ Roll von Lemmy und Konsorten erinnert. Dazu passt das beinahe durchgehend hoch gehaltene Tempo (einzige Ausnahme ist das wahrhaft epische „Tales Of A Thousand Lives“) und das beeindruckend treibende Drumming, das sicher auch Mikkey Dee gefallen würde und die 41 Minuten Spielzeit zu einer schweißtreibenden und den Nacken arg beanspruchenden Angelegenheit macht. Unterstützt wird dieser Effekt durch einen wunderbar kernigen und durchdringenden Bass, der stilistisch irgendwo zwischen PRIMUS und IRON MAIDEN balanciert und sich zu jeder Sekunde in dem insgesamt erstaunlich transparenten Klanggefüge (produziert hat Drop von SAMAEL) brillant durchsetzt. Auf diesem Fundament schichten THE ERKONAUTS oftmals simple, aber nie banale und vor allem stets höchst effektive Riffs auf, die sowohl vom Punk als auch vom Metal inspiriert sind und den Energielevel von „I Shall Forgive“ auf Hardcore-Niveau halten. SUICIDAL TENDENCIES, anyone? Ach, und dann ist der noch der Gesang. Und der macht das ohnehin schon tolle Scheibchen dann wirklich zu einem echten Sahnestück. Die Melodien, die Fronter Ales Campanelli mit seinem sehr variablen Organ intoniert, sind extrem durchdacht und heben die Eigenständigkeit der Musik noch mal besonders hervor, indem sie das Hauptthema der jeweiligen Songs wahlweise unterstützen oder bei Bedarf auch konterkarieren und dabei von herzhaftem Gebrüll bis hin zu eleganten Art Rock-Harmonien ein bemerkenswertes Spektrum abdecken. Außerdem wohnt ihnen ein permanenter, leicht melancholischer 90er-Touch inne, der meiner Grunge-Seele einen wohlig-pathetischen Seufzer nach dem anderen entlockt.

Was soll ich jetzt abschließend dazu sagen? „I Shall Forgive“ ist absolut großartig und THE ERKONAUTS sind meine persönliche Entdeckung des Jahres. Funky as fuck. Volle Punktzahl.

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2. Seven macaw Button MP3 bestellen
3. Globlebl Button MP3 bestellen
4. The snick Button MP3 bestellen
5. Chaos never fails to appeal Button MP3 bestellen
6. The groove of the sorry Button MP3 bestellen
7. Cacoit Button MP3 bestellen
8. Tale of a thousand lives Button MP3 bestellen
9. Sappy Button MP3 bestellen
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