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THE GOLDEN DOGS - Every Thing In Three Parts

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Artist THE GOLDEN DOGS
Title Every Thing In Three Parts
Homepage THE GOLDEN DOGS
Label TRUE NORTH
Leserbewertung
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Gut, die Kanadier wieder. Die letzten zwei Jahre wurden wir ja regelrecht unter Dauerbeschuss gehalten, mit diesen Bands, die sich irgendetwas zwischen Shoegazing, Post-Rock und Retro-Dingsbums aus den Fingern gezupft oder wahlweise auch gesaugt haben. Angelegt an die Tradition der kanadischen Bandgrößen, haben auch THE GOLDEN DOGS knapp zehn Mitglieder, wovon jedes einzelne die Aufgabe des anderen übernehmen kann und dies natürlich auch von Song zu Song tut – bleibt ja nur noch das Ergebnis abzuwarten.

Denn THE GOLDEN DOGS machen, nun ja, nicht unbedingt einen Schritt nach vorne, aber zur Seite. Das heißt, es wird beizeiten weniger schrammelig aber dafür poppiger. Nicht selten springen einem Brian Wilson und die BEACH BOYS in den Kopf; mehrstimmiger Gesang, Backingvocals und wenn man so will ein klares Schema, nach dem die Songs mehr oder weniger verlaufen, was ja nicht unbedingt negativ zu deuten ist. Nein, sie können rocken. Und das präsentieren sie uns auf ihrem Output “Every thing in three parts” in gleich zwei Abschnitten (ja, Widerspruch). Ein durchaus kurzweiliges Vergnügen zwischen Pop-Rock voller Sechzigeranleihen und THE ARCADE FIRE. Es startet mit “Birdsong” gleich herrlich eingängig, geht über zu “Faster”, leichter Lagerfeuerakustik, weiter zu “Can’t get your face out of my head”, dem Highlight der Platte, welches glatt hätte von BROKEN SOCIAL SCENE stammen können. Es fehlt natürlich auf Albumlänge, im Vergleich zu den arrivierten Größen der Szene, die Qualität, die ein “Must-have” aus dieser Platte hätte machen können. So bleibt es vorerst “nur” ein Geheimtipp.

THE GOLDEN DOGS sind da jedenfalls auf einem guten Weg; abzustellen sind bitte die wirklich nervigen BEACH BOYS-Anleihen, die viel zu süßlich geraten sind und nicht selten die Skip-Taste bemühen. Vielmehr sollten sie ihren Fokus auf Glanzstücke wie das bereits hervorgehobene “Can’t get your face out of my head” setzen und genau dort weitermachen. “Every thing in three parts” ist zuweilen etwas zu zerfahren und überladen, es klingt wie eine zusammen geschmissene Mischung aus Hits, zumal der Band gegen Ende der Platte ein wenig die Puste auszugehen scheint. Zehn Musiker machen eben noch lange nicht grandiose Musik, in diesem Fall ist es eben nur durchaus hörenswerte.

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