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THE KILIMANJARO DARKJAZZ ENSEMBLE - Mutations EP

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The-Kilimanjaro-Darkjazz-Ensemble-Mutations.jpg
Artist THE KILIMANJARO DARKJAZZ ENSEMBLE
Title Mutations EP
Homepage THE KILIMANJARO DARKJAZZ ENSEMBLE
Label AD NOISEAM
Veröffentlichung 16.01.2009
Leserbewertung
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2000 gegründet war das KILIMANJARO DARKJAZZ ENSEMBLE zuallererst ein Projekt zur Untermalung von alten Stummfilmen. Genauer gesagt alte Ufa-Filme der Weimarer Republik wie “Nosferatu” oder “Metropolis”, die damals in allen Belangen Maßstäbe setzten. Anhand eines Films wie “Metropolis” lässt sich eigentlich am besten darstellen, welchen Prinzipien TKDE auch heute noch treu geblieben sind, denn sie verstören ihre Hörer gern. Dystopisch anmutende Klangcollagen, die aneinander gereiht werden, wahllos oder nicht, das bleibt das Geheimnis des in den Niederlanden beheimateten Sextetts. Hier werden Soundlandschaften entworfen, die mit Gewohnheiten brechen und die eigentlich eher als Version der Künstler gesehen Sinn ergeben, zumal sich wirklich nur mutmaßen lässt, worauf das Darkjazz Enesemble nun eigentlich genau hinaus möchte. Nachvollziehbar ist ihre “Mutations EP” dabei nicht, aber wer es schafft, sich auf die acht Songs einzulassen, der wird sie doch zumindest interessant finden können.

Jetzt will das Ganze ja noch kategorisiert sein, aber das ist leider so gut wie unmöglich. Gleich wieder mit Begriffen wie Fusion Jazz um sich werfen, ist dann wieder zu viel des Guten. Mich erinnert “Mutations” ein wenig an BOHREN & DER CLUB OF GORE, die mit NILS PETTER MOLVAER ein paar Jams einspielen. Ganz langsam versteht sich. Oft durchzieht auch nur ein Dröhnen die einzelnen Songs, aber dazu Drone sagen? Lieber nicht.. Vielleicht ist Dark Jazz dann doch die beste Variante, aber so, wie das auch bei vielen Scores der Fall ist, lässt sich hier weder stilistisch noch instrumental ein roter Faden erkennen. Sehr mysteriös. Der einzige Track der etwas hervorsticht, da er aus sich herauskommt und endlich mal ein wenig Fahrt aufnimmt, ist “Twisted Horizons”. Der üble Elektro-Beat, wie er APHEX TWIN alle Ehre machen würde, führt direkt in ein über zweiminütiges Chaos aus dröhnenden Gitarren und schmerzvollen Bassläufen, die nun endgültig an den Zurechnungsfähigkeiten ihrer Erzeuger zweifeln lassen. Aber toll!

THE KILIMANJARO DARKJAZZ ENSEMBLE haben den besten Namen, der mir seit langem untergekommen ist, nur leider haben sie keine Songs und das ist einfach eine Tatsache und noch nicht einmal böse gemeint. So wie die Niederlande keine Berge haben.

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