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THE LORANES - 2nd

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THE LORANES2
Artist THE LORANES
Title 2nd
Homepage THE LORANES
Label NOISOLUTION
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Es scheint, THE LORANES existieren nur in Extremen. Alles oder Nichts. Vollgas oder den leer gefahrenen Wagen stehen lassen und aussteigen. Als die Band 2015 mit ihrem Debüt „Trust“ plötzlich auf der Bildfläche erschien, hatte das Trio nur kurz zuvor ihren Proberaum bezogen. Kaum war Bassist Mammut nach zwei erfolgreichen Alben bei KADAVAR ausgestiegen, hatten die Hauptstädter schon ihren Erstling in den Läden, heimsten beste Kritiken ein und waren anschließend wochenlang europaweit auf Tour. Nach einem Jahr im oberen Drehzahlbereich wurde es dann aber wieder still, was viele private Gründe hatte und Zweifel aufkommen ließ, wann und ob überhaupt ein weiteres Album zu erwarten sei. Im Sommer 2017 steckten die Zündschlüssel ohne große Ankündigung erneut im Schloss und der Tank war wieder randvoll. Der zweite Longplayer „2nd“  wurde in abermals in Rekordzeit geschrieben, eingespielt und produziert und in einem ersten Rundumschlag auch schon live präsentiert.

Bei THE LORANES geht es um Rock. Garage-Rock trifft Neo-Heavy-Blues trifft Psychedelic. Distortion galore, aber unter all der Verzerrung sind es doch die eingängigen Melodien, die aus den Speakern kriechen und sich festsetzen. Pop mit Widerhaken, dunkel und kratzig. Es riecht unaufhörlich nach Keller und glühenden Röhrenverstärkern. Es zerrt und fuzzt, der ruppige Sound steht im Kontrast zu den vielen eingängigen Tonfolgen. Sprich: man kann sich diesem hochenergetischen Mix zwischen Britpot, Shoegaze, Sixties Pop und US-Garage-Rock gar nicht entziehen und  deshalb heißt meine Empfehlung schlicht: Lautstärke-Regler auf Anschlag und genießen!

Angefangen beim schrammelnden Opener „Get Free“, der bereits Kopf und Fuß zum Wippen bringt, über das ebenso blitzschnelle wie dreckige „Soul On Fire“ und das grummelnde „Elevator“ bis zum druckvollen Highway-Begleiter „Golden Cage“ – hier stimmt jeder Riff und jede Hookline! In diesem Sinne geht es mit dem temperamentvollen „Never-Ending Love“ weiter und auch das stampfende „Get Away“ weiß uneingeschränkt zu gefallen. Ein Highlight ist zweifellos das coole „Wildebeest“, gefolgt vom verspielt-reduzierten „No Home“ und dem knackigen „Sick 6th Sense“. Mit „Mirror“ mäandern THE LORANES in bluesigen Untiefen, um schließlich dank „Paint It Back“ in Slow Motion zu enden. Großartig!

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