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THE LOVE BÜLOW - Menschen sind wie Lieder

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Artist THE LOVE BÜLOW
Title Menschen sind wie Lieder
Homepage THE LOVE BÜLOW
Label MAM MUSIC
Veröffentlichung 04.03.2011
Leserbewertung
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THE LOVE BÜLOW ist eine fünfköpfige Band aus Berlin, die seit 2008 Musik macht und ihren Sound-Entwurf „Indie-Rap“ nennt. Damit haben sie im vergangenen Jahr den Local-Heroes-Contest gewonnen und nach zwei Singles folgt jetzt das Debüt der Hauptstädter, die ihren Sprechgesang mit Bass, Gitarre, Keys und Schlagzeug begleiten.

Der Opener „Du schweigst“ ist bereits Ende letzten Jahres veröffentlicht worden und erklärt anschaulich, was den Indie-Rap des Fünfers ausmacht. Ohne den Sprech-Gesang von Falk-Arne Goßler klingen THE LOVE BÜLOW nämlich ein wenig nach REVOLVERHELD und Konsorten, wenn jedoch die nölige Stimme des Herrn Goßler ins Spiel kommt, denkt man instinktiv an JAN DELAY sowie Gangsta-HipHop. HipHop & Rap überwiegen bei der zweiten Vorab-Auskopplung „Lieblingslied“ – kombiniert mit Indie-Pop und einer dezenten Prise Soul, während bei „Kein Problem“ wieder die Gitarren dominieren. Ehrlich gesagt ist das auch mehr mein Ding, wenngleich THE LOVE BÜLOW ihre Sache wirklich ordentlich machen und die typischen Klischees vermeiden. Die Jungs kommen ohne schwere Goldketten aus und palavern auch nicht über Nutten, Ghettos und Drogen, sondern beschäftigen sich mit zwischenmenschlichen Problemen und ihrer nachdenklichen Sicht auf das Leben. Nur sind Soul und Rap nicht unbedingt meine Zutaten für einen gelungenen Song und davon gibt es beispielsweise bei „Links, rechts, oben, unten“ jede Menge. Mit „Dancen“ und „Sonntag“ werden TLB sicherlich das junge Volk in Scharen auf die Tanzfläche locken, während das rhythmusbetonte „Du kennst mich nicht“ Oldschool-Rap mit funkigem Soul vereinigt. Mit „Atmen“ schlagen die Herrschaften auch mal ruhige Töne an, die ein bisschen an die SÖHNE MANNHEIMS erinnern, bevor sich es die schwungvollen Stücke „Los!“ und „Kompass“ indie-orientiert anschließen. Den Gameboy-Nerds ist das minimalistische „Junkie“ gewidmet, ehe „Schall & Rauch“ Rap & HipHop wieder mehr Platz einräumt. Sobald Michél Kollar (Gitarre & Gesang) und Golo Schmiedt (Drums & Gesang) die Mikros mit Beschlag belegen, ist da wieder der Gedanke an REVOLVERHELD, doch haben sie beim finalen Titeltrack „Menschen sind wie Lieder“ nicht viel zu melden. Hier ist in erster Linie erneut Sprechsänger Falk-Arne zu entschleunigen Melodien gefragt, während THE LOVE BÜLOW ihrem Sound auf der Zielgeraden noch einen Hauch Reggae verpassen.

Mein Ding ist Indie-Rap nicht wirklich. In der vorliegenden Darreichungsform, die auch noch Dance, Soul, Reggae und Funk beinhaltet, dürften sich THE LOVE BÜLOW mit ihrem eigenwilligen Sound aber durchaus eine solide Fanbase erspielen. Handwerkliches Können bringt das Quintett auf jeden Fall mit und ich bin ja schon froh, dass sie nicht auf dicke Hose machen.

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the Love Bülow 'Menschen sind wie Lieder' Tracklist
1. Du Schweigst
2. Lieblingslied
3. Kein Problem
4. Links, Rechts, Oben, Unten
5. Dancen
6. Sonntag
7. Du Kennst Mich Nicht
8. Atmen
9. Los!
10. Kompass
11. Junkie
12. Schall & Rauch
13. Menschen Sind Wie Lieder
14. Keine Titelinformation
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