Terrorverlag > Blog > THE MARS VOLTA > Frances the Mute

Band Filter

THE MARS VOLTA - Frances the Mute

VN:F [1.9.22_1171]
Mars-Volta-Frances-Mute.jpg
Artist THE MARS VOLTA
Title Frances the Mute
Homepage THE MARS VOLTA
Label UNIVERSAL
Veröffentlichung 21.02.2005
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
10.0/10 (1 Bewertungen)

Eigentlich besteht das neue THE MARS VOLTA Album nur aus fünf Stücken, die in einzelne Kapitel unterteilt sind. Fünf versetzte, wieder zusammengesetzte, verzerrte, sich auf unzähligen Wegen windenden Stücke, die sich mir auch nach zwölfmaligem Hören immer noch nicht vollständig erschlossen haben. Wo ist hier Anfang und Ende?

Der Opener „Cygnus vismund cygnu“ (länger als 12 min) beginnt hektisch aber nicht anstrengend – wird es tatsächlich fortlaufend schneller oder ist es nur eine akustische Täuschung, bevor die Gitarre sich im letzten Drittel langsam zu beruhigen scheint? Schließlich endet das Stück in einer Art sich ständig wiederholenden elektronischen Mantra. Der zweite Track stimmt zunächst etwas wehmütig und es werden Erinnerung wach an die berührenden Kompositionen Cedric Bixler Zavakas früherer Band AT THE DRIVE IN. Die wunderbare Zeile „Cos I never sleep alone“ brennt sich ein wie „Is this forever“ aus „Napoleon Solo“. Auch hier klingt der Track nicht nur einfach aus, sondern wird von einem bizarren teils orgelverzerrten Klanggewimmer abgeschlossen. Das dritte Stück L’Via L’Viaquez” fehlt das gewisse Etwas: Durchschnittliche solide Gitarrensoli, das Mitwirken von John Frusciante ist deutlich hörbar. Cedrics spanische Textzeilen hätten allerdings von einem Muttersprachler besser eingeübt werden können. „Miranda, The ghost isn´t holy anymore“ besitzt ein fünfminütiges Intro, welches an das Quaken von Fröschen erinnert. Danach kann man sich dieser etwas kratzig einsetzenden Stimme – ein Konglomerat aus Schmerz, Resignation, Akzeptanz der Ausweglosigkeit – bis zum Verstummen nicht mehr entziehen. Alle akustischen Geräusche treten völlig in den Hintergrund. Gab es überhaupt welche? Auch die Coda dieses Tracks ist wieder lang und wellenartig, bevor es abrupt endet. „Cassandra Gemini“ – 30 Minuten lang! – hier werden alle möglichen Rhythmuswechsel eingesetzt, die einsetzbar sind. Dazu sind die Vocals mal sprechend und flüsternd, mal leise singend, dann wieder schreiend, flehend, wimmernd und leidend, die ganze Palette stimmlicher Ausdrucksfähigkeit von Herrn Zavaka wird auch an dieser Stelle wieder deutlich. – um Himmels willen – wie nennt man so etwas? Das ist kein normaler Rocksong. Am Ende findet man sich schließlich den Anfang des Albums wieder, denn das Intro wird auch als Outro benutzt.

„Frances the Mute“ ist nicht vergleichbar mit dem Vorgänger „De-loused in the Crematorium“, der großartig, aber durchschaubar war. Diese Platte hier ist definitiv geheimnisvoll und kompromisslos. Omar Rodriguez-Lopez und Cedric Bixler Zavala: Macht bitte weiter so!

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

Alle markierten Felder (*) müssen ausgefüllt werden.

the Mars Volta 'Frances the Mute' Tracklist
1. Cygnus... Vismund Cygnus Button MP3 bestellen
2. The Widow Button MP3 bestellen
3. L'Via L'Viaquez Button MP3 bestellen
4. Miranda That Ghost Just Isn't Holy Anymore Button MP3 bestellen
5. Cassandra Gemini Button MP3 bestellen
6. Tarantism Button MP3 bestellen
7. Plant A Nail In The Navel Stream Button MP3 bestellen
8. Faminepulse Button MP3 bestellen
9. Pisacis (Phra-men-ma) Button MP3 bestellen
10. Con Safo Button MP3 bestellen
11. Multiple Spouse Wounds
12. Sarcophagi Button MP3 bestellen
the Mars Volta 'Frances the Mute' online bestellen
Verkäufer Porto Preis
Amazon.de NEU (ab EUR 20,00 Porto frei) Amazon.de NEU (ab EUR 20,00 Porto frei) € 3 € 7,54 Online bestellen
Amazon.de Marktplatz (Gebraucht) Amazon.de Marktplatz (Gebraucht) € 3 € 1,71 Online bestellen
Amazon MP3 Downloads Amazon MP3 Downloads - € 6,09 Online bestellen
THE MARS VOLTA - Weitere Rezensionen

Mehr zu THE MARS VOLTA