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THE RASMUS - Dark Matters

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The-Rasmus-Dark-Matters
Artist THE RASMUS
Title Dark Matters
Homepage THE RASMUS
Label PLAYGROUND MUSIC SCANDINAVIA
Veröffentlichung 06.10.2017
Leserbewertung
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6.0/10 (1 Bewertungen)

THE RASMUS? Die darf man als ernstzunehmender Musikfan doch nicht gut finden? Diese Teeny Goth Pop/ Rock Band mit der Feder im Haar? Deren beste Zeit schon lange zurückliegt und deren letztes, selbstbetiteltes Album ein veritabler Rohrkrepierer war? Ich habe mir also alle Mühe gegeben, das neue Werk (nach 5 Jahren Pause) NICHT gut zu finden. Was soll ich sagen? Die 10 Tracks haben mich jetzt nicht vom Hocker gerissen, doch eine gewisse Affinität will und kann ich nicht leugnen.

Dabei hat sich nicht allzu viel geändert, die Songs mäandern zwischen softigst produziertem Rock und „modernem“ Electro Pop, innerhalb kürzester Zeit bleiben die eingängigen Melodien im Ohr kleben. Schlimmstes Beispiel der Mega-Schmachtfetzen „Wonderman“ (oh je), der seinen kitschigen Refrain bis zum Erbrechen wiederholt. Da helfen auch die eingestreuten Stakkato Riffs nichts. Dagegen kann der Opener „Paradise“ (auch ausgekoppelt) ordentlich was, hier stehen die Gitarren mal im Vordergrund und der Songaufbau ist durchaus intelligent. Zusammengehalten wird das Ganze natürlich von Lauri Ylönens prägnanter Stimme, die man aus Tausenden heraushört, das ist immerhin mal ein Asset. Refrains voller Sehnsucht und leichter nordischer Melancholie („Nothing“) sollten auch heute noch (weiblichen) Teenies und Hausfrauen die Freudesröte ins Gesicht treiben und ja, man ertappt sich auch als Death Metal Fan beim gelegentlichen Mitsummen,. Wahrscheinlich bin ich in die Jahre gekommen. Mit Rock hat das Gebräu nur noch sehr wenig zu tun, mit Goth schon gar nicht (da erinnere ich mich gerade an das Package mit HIM und NEGATIVE vor einigen Jahren). Vielmehr sind da sehr viele „stinknormale“ Pop Songs enthalten, wie sie heute so typisch sind, mit Electro-Elementen und diesem typischen Autotune, mit dem man Lauris Stimme unnötigerweise immer mal wieder bearbeitet und pitcht. Das ruhige „Black Days“ hätte beispielsweise die albernen Effekte im Refrain gar nicht nötig. Gegen Ende findet sich mit „Silver Night“ noch ein richtig beschwingter (Sommer) Hit, der wirklich gar nichts mehr mit der Vergangenheit zu tun hat und eher in Les Mills-Programme passt…

Eine zwiespältige Sache und damit mehr, als ich gelinde gesagt erwartet habe. Die Pause hat den Finnen hörbar gut getan, die doch mit nur sehr wenigen Totalausfällen über die Runden kommen und dafür viele eingängige Schmachtfetzen präsentieren, die man in diesen Zeiten auch mal zum Runterkommen konsumieren kann. Fast Food für die Ohren ohne jede Ecke und Kante, dabei aber süffig wie musikalischer Honig Met.

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the Rasmus 'Dark Matters' Tracklist
1. PARADISE Button MP3 bestellen
2. SOMETHING IN THE DARK Button MP3 bestellen
3. WONDERMAN Button MP3 bestellen
4. NOTHING Button MP3 bestellen
5. EMPIRE Button MP3 bestellen
6. CRYSTALLINE Button MP3 bestellen
7. BLACK DAYS Button MP3 bestellen
8. SILVER NIGHT Button MP3 bestellen
9. DELIRIUM Button MP3 bestellen
10. DRAGONS INTO DREAMS Button MP3 bestellen
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