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THE SILICON SCIENTIST - Windows on the world + Colourblind (Bonus EP)

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Artist THE SILICON SCIENTIST
Title Windows on the world + Colourblind (Bonus EP)
Homepage THE SILICON SCIENTIST
Label ANNA LOGUE RECORDS
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THE SILICON SCIENTIST war mir ein bis dato gänzlich unbekanntes Projekt. Doch der Kopf, der dahinter steckt, ist mir musikalisch schon einige Male über den Weg gelaufen. Mastermind Stefan Bornhorst aus Bremen war nämlich zuvor nicht nur Keyboarder bei den recht bekannten THE CONVENT, sondern haut bei SONNENBRANDT auch heutzutage fleißig in die Tasten.

Bei dem Longplayer handelt es sich um ein schönes 12“ großes Stück Vinyl, das in bester KRAFTWERK- und JEAN-MICHEL JARRE- Tradition wohltuende und träumerische Synthimusik beherbergt. Dabei wurden alle Tracks ausschließlich mit klassischen und analogen Synthesizern realisiert. Nach dem Opener „The first men on the sun“ und dem Instrumental „Ostbalkon“ folgt mit „Submarines“ ein besonders schönes Stück, das ich hervorheben möchte. Träumerische Synthiflächen treffen dabei auf zauberhafte Melodien. Der Gesang ist durch den Einsatz des Vocoders wie ein Instrument in die Musik integriert. Der nächste Non-Vox-Track „Laurel“ beginnt sehr langsam und ruhig, um dann in der Mitte plötzlich flott und treibend zu werden. Besonders beim Titelsong „Windows on the world“ möchte ich mich einfach zurücklehnen, entspannen und die Augen schließen (aber ich will ja noch diese Rezension zu Ende schreiben). Auch hier gefällt mir der Gesang, der niemals aufdringlich, aber doch präsent in das Stück eingebaut worden ist. „Luce and the japanese“ ist ein weiteres instrumentales Stück, gefolgt vom gelungenen “Solitary dancer”. Den Plattenspieler zertrümmern werde ich ganz sicher nicht (wie uns der Sample im Track „Plattenspieler“ informiert), denn auch der Abschluss der Scheibe in Form von „Silberwinter“ und einer Reprise-Version des Titeltracks klingen richtig gut. Ein absolut geniales Gimmick ist, dass dem Album auch noch die 7“ Vinyl „Colourblind EP“ mit den weiteren Songs „Lost city“ und „Oceans of green“ kostenlos beiliegt. Beide Stücke sind nicht weniger eingängig als fast alle Songs der Langrille.

Wer an Synthimusik der 70er und Anfang 80er Jahre gefallen findet, der wird auch ganz sicher nicht bereuen, hier zuzugreifen. Die auf 400 Stück limitierte LP bietet wundervolle, sphärische Musik, die zum Träumen und Entspannen einlädt. Und genau das werde ich jetzt auch machen.

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