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THE SOUNDBYTE - Rivers of broken Glass

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The-Soundbyte-Rivers-Glass.jpg
Artist THE SOUNDBYTE
Title Rivers of broken Glass
Homepage THE SOUNDBYTE
Label AURAL MUSIC
Veröffentlichung 12.01.2005
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Ein Boot auf hoher See, trübe Gischt spritzt an der Reling empor, am Himmel kreisen ein paar Seevögel und suchen nach Beute. Aus dem Maschinenraum klingt dumpfes Grollen und Stampfen und Trond Engum (THE 3RD AND THE MORTAL) hockt irgendwo unter Deck und arbeitet. Spielt Instrumente ein, nimmt seine Gastmusiker auf. So in etwa muss man sich wohl die Bedingungen vorstellen, unter denen „Rivers Of Broken Glass“ entstanden ist. Zwei Monate lang Aufnahmen weit entfernt vom Festland, da mag sich so mancher schon nach dem Grund fragen. Unter anderem wohl deshalb, um organische Sounds in den ansonsten digitalen Studioprozess einfließen zu lassen, denn zwischen den einzelnen Tracks befinden sich z.B. nicht wie sonst zwei Sekunden Leere, sondern eben jene Schiffsgeräusche. Und eine nette Erfahrung dürfte solch ein ungewöhnlicher Ausflug ohnehin gewesen sein.

Das Ergebnis kann sich hören lassen. Um einiges gitarrenlastiger als bei THE 3RD AND THE MORTAL geht es zur Sache, die Riffs kriechen düster und schwerfällig aus den Boxen. Kommt der Opener „Fall“ noch etwas vertrackt daher und lässt sich erst nach mehreren Durchläufen so richtig greifen, scheint das restliche Material – gerade in den Refrains – immer eingängiger zu werden, hat man sich erst einmal in die Klangwelt von THE SOUNDBYTE hineingehört. Ein Gutteil der Eingängigkeit ist den weiblichen Gastvocals von Berit Stensland zuzuschreiben, welche sich die Gesangsparts mit Engums warmem Organ teilt. So klingt manches nach doomigem Rock, dann wieder überrascht ein Song wie „Waiting“ mit Streichern und prominenten Bläserparts, welche Soundtrackcharakter vermitteln: eine Mischung aus Bondfilm und amerikanischer Gangsterserie wird hier erweckt. „Till Ungdommen“ beschert dagegen eine Prise skandinavische Folklore mit Berits zauberhafter Stimme. Mit einem mystisch-schleppenden „The Dark“ wird der Hörer wieder an Land entlassen, findet sich aber – wie nach einem beklemmenden Film – nur schwer wieder in die Normalität zurück.

Grundsätzlich bewegt sich „Rivers Of Broken Glass“ zwischen Avantgarde, Ambient und Alternative. Düster, aufwühlend und irgendwie andersartig entgleitet es einem trotz Ecken und Kanten, entzieht sich konkreter Beschreibung. Will auf ein Neues erlebt werden, nicht nur gehört und mitgeteilt – allenfalls noch uneingeschränkt empfohlen. Gute Reise auf dem Geisterschiff!

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the Soundbyte 'Rivers of broken Glass' Tracklist
1. Fall Button MP3 bestellen
2. Monyon
3. Addiction Complete
4. Lie
5. Waiting
6. Water
7. The Line
8. Til Ungdommen
9. The Dark
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