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THE TEMPLE - Forevermourn

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The-Temple-Forevermourn
Artist THE TEMPLE
Title Forevermourn
Label I HATE RECORDS
Veröffentlichung 18.03.2016
Leserbewertung
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5.5/10 (2 Bewertungen)

Obwohl die Griechen THE TEMPLE bereits im Jahr 2005 gegründet wurden, erscheint erst jetzt, elf Jahre später, das erste Full Length-Album namens „Forevermourn“. Das Promo-Info nennt als Erklärung eine lange Pause, die wohl unter anderem auf schwierige Umstände und mangelnde Beachtung seitens der Metal-Szene zurück zu führen ist.

Zugegeben, traditioneller Doom Metal war vor einigen Jahren, zu den Hochzeiten des Metalcore, sicherlich ein schwieriges Genre. Ob jedoch THE TEMPLE von der mittlerweile wieder etwas größeren Beliebtheit dieser Richtung profitieren können, ist wohl eher fraglich. Nicht, dass die Herren um Fronter und Kopf der Band Father Alex grundsätzlich etwas falsch machen würden. Im Gegenteil, es findet sich eigentlich alles, was das Doomster-Herz begehrt: Lange, ausladende Songs, schwerfällig mäandernde Riffs, ausreichend Druck in der Produktion, tiefe Traurigkeit in den Melodien… das passt soweit. Woran es aber dann leider doch hapert, ist die Qualität des Gesamtergebnisses. Besonders schwach und leider auch besonders dominant im Sound ist der Gesang von Father Alex, der sich überwiegend – ganz genretypisch – an den Gitarrenmelodien orientiert. Was nicht weiter schlimm wäre, wenn man die entsprechenden Noten dann auch unisono intonieren würde. Das klappt aber nur bedingt. Zu oft schwankt die Stimme doch bedenklich und erzeugt mitunter sogar einige, sicherlich ungewollte Disharmonien. Instrumental hingegen gibt es wenig zu meckern, die Gitarren- und Rhythmusfraktion macht ihre Sache spielerisch recht ordentlich. Der Einfallsreichtum und die Kreativität sind das, was fehlt. Die Riffs klingen allesamt wie schon hunderte Male gehört und halten sich zu oft an Standard-Tonleitern fest, was den Hörgenuss doch einigermaßen trübt. Wie man so etwas deutlich besser machen und obendrein die durch die klassische Doom-Monotonie entstehenden Räume mit Leben füllen kann, zeigen seit jeher Bands wie SOLITUDE AETURNUS, COUNT RAVEN, BLACK PYRAMID oder sogar Funeralisten wie COLOSSEUM, die somit an dieser Stelle zwar als stilistische Referenz gelten können, aber auch gleichzeitig die bessere Alternative für den geneigten Fan darstellen. Da hilft leider auch die immer wieder positiv aufblitzende Dynamik im Spiel (das Album wurde in Gänze live in einer verwaisten Konzerthalle aufgenommen) nicht allzu viel.

Damit das jetzt hier keiner falsch versteht: „Forevermourn“ ist kein Totalausfall, es gibt schon das eine oder andere ansprechende Riff. Aber um THE TEMPLE zu einem wirklichen Leckerbissen für Fans einschlägigen Zeitlupen-Metals zu erklären, bräuchte es dann schon ein wenig mehr.

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the Temple 'Forevermourn' Tracklist
1. The blessing Button MP3 bestellen
2. Qualms in regret Button MP3 bestellen
3. Remnants Button MP3 bestellen
4. Death the only mourner Button MP3 bestellen
5. Mirror of souls Button MP3 bestellen
6. Beyond the stars Button MP3 bestellen
7. Until grief reaps us apart
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