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THE VICTORIAN ENGLISH GENTLEMENS CLUB - s/t

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The-Victorian-English-Gentlemens-Club-Same.jpg
Artist THE VICTORIAN ENGLISH GENTLEMENS CLUB
Title s/t
Homepage THE VICTORIAN ENGLISH GENTLEMENS CLUB
Label FANTASTIC PLASTIC RECORDS
Veröffentlichung 25.09.2006
Leserbewertung
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6.3/10 (3 Bewertungen)

THE VICTORIAN ENGLISH GENTLEMENS CLUB – hinter solchen Namen könnte man Verschwörungen verstecken. Die feine Runde teeschlürfender Männer setzt sich ebenfalls ziemlich im Hinterstübchen fest. Ein Bandname, der auffällt, das Trio „enthält“ jedoch nur einen Mann. Drums und Bass besetzen die Damen, während sich Adam Taylor stimmlich in Szene setzen darf.

Das tut er mehr oder weniger gut – erinnern die ersten Klänge von „The Tales of Hermit Mark“ unweigerlich an THE PIXIES, hüpft bei Taylors Gesang vor dem geistigen Auge der verrückte Hutmacher aus Alice im Wunderland herum – und verteilt Glückwünsche zum Nichtgeburtstag. Reichlich schräg und ausgeflippt, aber alles andere als uninteressant. „Stupid as wood“ nimmt jenes Brett als Bassline und rodet damit seinerseits die Wälder. „My son spells backwards“ lässt das WHITE STRIPES Pflänzchen blühen, wenn ächzende Verstärker und sägende Bässe auch die Damen ans Mikro treten lassen. Schrammelnde, staubtrockene Chords reitet „Such a chore“ hin zu einem unwiderstehlich frischen Refrain. Welcher ohne Taylors Eunuchengesang ohne Teletubbiegehabe kaum solche Anziehungskraft versprühen würde. Weniger verrückt bringt „Dead anyway“ auf trägem Stonerrock die gesanglichen Qualitäten der Bassistin Louise Mason näher. Plagiatsgedanken kreisen im Gehör, wenn „Ban the gin“ die Prohibition neu ausruft und abermals an das Bandprojekt der Geschwister White erinnert. Eigenständig Krachmachen will man dafür beim zu braven „Amateur man“, spannt die Saiten bei „A hundred years of the streets“ aber wieder an und zelebriert die unwiderstehlichste Hook des Albums.

Nach zehn fordernden Tracks und verwirrendem Songwriting baut sich eine Mauer auf – welche vom „Cannonball“ zertrümmert wird. Unter dauerhaftem Bassgrollen wird instrumentale Vielfalt großgeschrieben und zermartert schnell die Geduld mit Tempowechseln und disharmonischen Gesangseinlagen. Extravagant, energisch und vielleicht ein wenig verrückt mag der Sound der Band sein, nach einigen Durchläufen weicht dies aber einer gewissen Attraktivität, der man sich bei „Such a chore“ oder „A hundred years of the streets“ sehr gern hingibt.

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