Terrorverlag > Blog > TOC > Loss Angeles

Band Filter

TOC - Loss Angeles

VN:F [1.9.22_1171]
TOC-Loss-Angeles.jpg
Artist TOC
Title Loss Angeles
Homepage TOC
Label INSIDE OUT/ SPINEFARM
Veröffentlichung 03.05.2004
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
0.0/10 (0 Bewertungen)

Die Karrieren so mancher Bands nehmen wirklich erstaunliche Wendungen. TOC aus Finnland hießen früher THRONE OF CHAOS, fabrizierten nicht allzu aufsehenerregenden Death der Marke CHILDREN OF BODOM und schienen damit nicht gerade auf Welterfolg programmiert zu sein. Doch schon das zweite Album mit dem schönen Titel „Pervertigo“ zeigte neue Wege auf, denn progressive und auch thrashige Elemente sorgten für frischen Wind. Zudem holte man sich aushilfsweise Niklas Isfeldt (DREAM EVIL) als Sänger ins Boot, der mit der Grunzerei nichts am Hut hatte. „Loss Angeles“ sagt sich noch mehr von der Vergangenheit los, so gibt es nur noch minimale Extrem Metal Anteile. Geblieben ist ein Faible für schräges (aber gelungenes) Cover Artwork, welches die musikalische Ausrichtung kaum erkennbar macht. Und man nahm wieder im Studio Fredman auf, was nicht ganz unerheblich ist, denn in Göteborg hat man wohl allerlei Merkwürdiges erlebt, wie Poltergeister und einbeinige Albino-Tauben. Ob das der Grund für die neue Bezeichnung „Psychedelic Progressive Metal“ ist?

Mittlerweile hat man wieder einen festen Sänger, der denselben Namen wie ein finnischer Eisschnellläufer trägt: Tuomas Nieminen, der ebenso wie „Snake“ Laitinen auch bei BRIDE ADORNED tätig ist. Der Mann verfügt über eine klassische Heavy Metal/ Rockröhre der leicht gehobenen Tonhöhe, eigentlich nicht so mein Fall. Dennoch fällt das Urteil über den dritten Output der Skandinavier weitgehend positiv aus, da sich hier Können und progressiver Wagemut die Waage halten. So gibt es einige rockige Uptempo Nummern mit einfühlsamem Gesang wie den Opener „The Window“ oder das ein wenig an QUEENSRYCHE gemahnende „Acid Highway“. Nebenbei bemerkt handelt es sich hier um ein Konzeptalbum über Liebe, Verbrechen und die tote Mary Lou im Stile eines David Lynch Movies. Dazu gehören auch die 2 typischen Power Metal Balladen „Mary Lou is dead“ bzw. „Bite the Bullet“, die eine sehr gefühlige Schlagseite besitzen. Dennoch scheint hin und wieder die Vergangenheit durch, bei leichten Grunzanfällen oder dem härtesten Track „Break-A-Neck“, den man noch als BODOM-Reminiszenz durchgehen lassen kann. Mir gefallen auch die beiden Cover von DEEP PURPLE („Smoke on the Water“, mit thrashigem Geshoute im Refrain) sowie JUDAS PRIEST (das grandios geholzte „Night Crawler“) ausnehmend gut.

Keine leicht konsumierbare Scheibe fürwahr, aber eine Mutige. Wer Power Metal zum Frühstück zu sich nimmt, mittags ein progressives Mahl bevorzugt und dann abends auch mal harte Kost auf dem Teller mag, der sollte sich hier angesprochen fühlen. Fans aus den Anfangstagen werden wohl keinen positiven Bezug herstellen können, aber ohne den vollzogenen Stilwechsel wäre man wohl in den Weiten der finnischen Seenplatte verloren gegangen…

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

Alle markierten Felder (*) müssen ausgefüllt werden.

TOC 'Loss Angeles' Tracklist
1. The window Button MP3 bestellen
2. Mary Lou is dead Button MP3 bestellen
3. Acid highway Button MP3 bestellen
4. Gothamburg Button MP3 bestellen
5. Blue lady Button MP3 bestellen
6. Wait Button MP3 bestellen
7. The blue lady suite Button MP3 bestellen
8. Break-a-neck Button MP3 bestellen
9. Bite the bullet Button MP3 bestellen
10. Smoke on the water Button MP3 bestellen
11. Night crawler Button MP3 bestellen
TOC 'Loss Angeles' online bestellen
Verkäufer Porto Preis
Amazon.de NEU (ab EUR 20,00 Porto frei) Amazon.de NEU (ab EUR 20,00 Porto frei) € 3 € 6,49 Online bestellen
Amazon.de Marktplatz (Gebraucht) Amazon.de Marktplatz (Gebraucht) € 3 € 2,78 Online bestellen

Mehr zu TOC