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TOURETTES SYNDROME - Sick Sense

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Artist TOURETTES SYNDROME
Title Sick Sense
Homepage TOURETTES SYNDROME
Label ARMAGEDDON MUSIC
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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Was für Bandnamen sich manche Truppen so einfallen lassen… und was erwartet uns hier nun? Unerwartete Ausbrüche und Beschimpfungen? Fast, denn Michele Madden und ihre Band bieten einiges Unerwartetes, eine ganze Reihe an massiven Ausbrüchen und sicherlich auch nicht gerade eine Wortwahl für den Kirchbesuch. Doch im Gegensatz zu der titelgebenden Krankheit ist das bei dieser Band die vollste Absicht!

Und da bleibt einem wirklich die Spucke weg. Denn Michele Madden ist ein weiteres außergewöhnliches Vorzeige-Beispiel dafür, wie krass eine Frau singen kann. Die frau röhrt, growlt so manchen ihrer männlichen Kollegen mächtig an die Wand und klingt dabei wie eine Mischung aus Dez Fafara (DEVILDRIVER) und Sully Erna von GODSMACK. Musikalisch erinnern TS an Bands von COAL CHAMBER, PANTERA über MUDVAYNE bis GODSMACK und MARILYN MANSON. Düstere Metal-Walzen wuchten sich gnadenlos in die Gehörgänge, fettes und vor allem tiefgestimmtes Riffing drücken einem ohne Rücksicht an die Wand und immer wieder diese unglaublich fiese und böse Stimme von Michele Madden, die phasenweise auch mal melodischer, ja fast clean, aber dabei nicht weniger düster, und genauso strong klingt. Neben den wuchtigen Düsterwalzen („Good Morning“, „Nola“) wagen TS auch Ausflüge in die Industrial Metal-Ecke („Fracture“ ) und überraschen auch durch melodisch-düstere, nicht weniger heaviere, aber verdammt eindringliche Nummern, wie dem Video-Track „Gear“ oder „Glad“, bei dem Michele eindrucksvoll das ganze Spektrum ihrer Stimme präsentiert. Killer! Doch wehe man lässt sich von dem etwas ruhigeren Mittelteil einlullen… der bekommt mit „Circus“ einen fetten Genickschuss verpasst. Denn in diesen 2:30 feuern TS ein wahres Death Metal-Feuerwerk ab, in dem geballert, gerifft und vor allem gegrunzt und gekreischt wird, das einem fast Hören uns Sehen vergeht. „Small Enemy“ und „Longline“ fügen sich dann ideal zu den Openern, was die Platte optimal abrundet. Doch ein wahres Schätzchen versteckt sich noch am Ende. Wie ein Outro beginnt „Novena“, doch dann entwickelt sicher dieser Song zu einem fett rockenden Hit, der es absolut in die Clubs schaffen könnte!

Fett, was die Australier hier abliefern und verständlicherweise sind TOURETTES SYNDROME in ihrem Heimatland schwer angesagt. Checken sollte man die auf der CD enthaltenen Videos zu „Don’t blame me“, „Gear (live)“ und „Stand“. Denn vor allem die beiden älteren Tracks zeugen davon, dass diese Combo sicherlich keine Eintagsfliege ist!

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