Terrorverlag > Blog > TOXIC INSANITY > Herz in der Hand

Band Filter

TOXIC INSANITY - Herz in der Hand

VN:F [1.9.22_1171]
Toxic-Insanity-Herz-In-Der-Hand.jpg
Artist TOXIC INSANITY
Title Herz in der Hand
Homepage TOXIC INSANITY
Label WIZKID MUSIC
Veröffentlichung 26.06.2013
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
8.3/10 (9 Bewertungen)

Seit 15 Jahren musizieren TOXIC INSANITY schon miteinander – nun geben sie mit einer neuen Scheibe wieder ein Lebenszeichen von sich und zeigen, dass sie zwar reifer, doch nicht hörbar älter geworden sind.

Dem österreichische Quintett merkt man nämlich sein Gründungsjahr 1995 immer noch deutlich an: „Nu Metal“, „Crossover“, oder wie man auch immer den dominanten Stil dieses Jahrzehnts auch bezeichnen mag, wird auf „Herz in der Hand“ absolut unverhohlen abgeliefert; dem vermeintlichen „Tod“ des Genres ganz zum Trotz. Was gleich mal Sympathie-Pluspunkte bringt, ist die Tatsache, dass man hier nicht wie so viele Andere im Pressetext Anspruch auf Erfindergeist und Innovation erhebt, sondern ganz offen zu seinen Wurzeln und Einflüssen steht und einfach rocken will. Diese Absicht gelingt auf dem zwölf Track starkem Rundling auch ziemlich gut. Bereits der Opener und gleichzeitig auch Titelsong beweist, wie unverfälscht die Neue Deutsche Härte von MEGAHERZ und Co. auch im Nachbarland angekommen ist. Das Teil setzt sich dem geneigten Hörer gleich ins Ohr und lässt einen schon bald mitgrooven. Überwiegend auf deutsch, phasenweise aber auch auf englisch textet man sich recht interessant durch weniger anspruchsvolles, dafür aber umso effektiveres Instrumentalgeflecht, das wie in „Immer weiter“ auch wirklich schöne Melodien zu Tage fördert. Man geht für einen – sagen wir mal „altbekannten“ – Stil ziemlich abwechslungsreich zu Werk und scheut sich dabei auch nicht, musikalisch an den ein oder anderen Kollegen zu erinnern. Habe ich in den Strophen von „The Trigger“ spontan noch ein Saitenspiel wie beispielsweise in „Californication“ von den RED HOT CHILI PEPPERS und im Refrain die Melancholie von HEADPLATE im Ohr, verspürt man bei dem ganz starken „Fame“ das bedrückende Feeling von LIMP BIZKITS „Lonely World“. Bei „Tiktak“ crossovert man ganz im Stile von SILVERSURFER, SUBWAY TO SALLY zu den „Engelskrieger“-Zeiten vermag man dann wiederum vielleicht in „Aus dem Licht“ zu erkennen. All dies wirkt jedoch nicht wie eine bloße Kopie sondern eher wie eine (unbewusste?) Hommage, die das Gesamtbild noch weiter aufwertet. Ansonsten bekommt man nämlich wie in „Mine“ astreine Crossover-Groovegranaten geliefert, wie man sie früher eventuell mochte.

Ich für meinen Teil bin nun einmal tief in meinem Inneren ein Kind dieser Neunziger, was mir TOXIC INSANITY mit „Herz in der Hand“ wieder vor Augen führen. Wie die Ösis selber zugeben, ist das, was man auf während der gut 42 Minuten zu hören bekommt, nicht neu, da führt nun mal kein Weg dran vorbei – entweder man liebt(e) es, oder man hasst es. Trotzdem muss man sagen, dass bis auf das peinliche „Schattenkrieger“ (sorry, der funktioniert vielleicht live, aber auf CD…) elf wirklich hörbare und annehmbar selbstproduzierte Kompositionen ihr Heim auf diesem Silberling finden, den sich Nostalgiker oder Die Hard-Genrefans durchaus mal gönnen dürfen.

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

Alle markierten Felder (*) müssen ausgefüllt werden.

Toxic Insanity 'Herz in der Hand' online bestellen
Verkäufer Porto Preis
Amazon.de NEU (ab EUR 20,00 Porto frei) Amazon.de NEU (ab EUR 20,00 Porto frei) € 3 € 18,52 Online bestellen
Amazon.de Marktplatz (Gebraucht) Amazon.de Marktplatz (Gebraucht) € 3 € 5,21 Online bestellen
Amazon MP3 Downloads Amazon MP3 Downloads - € 1,29 Online bestellen
TOXIC INSANITY - Weitere Rezensionen

Mehr zu TOXIC INSANITY