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TREIBHAUS - Unsterblich

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Artist TREIBHAUS
Title Unsterblich
Homepage TREIBHAUS
Label EIGENPRODUKTION
Leserbewertung
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7.0/10 (1 Bewertungen)

Es dürfte mittlerweile gar nicht mehr so einfach sein, einen kurzen und gleichsam prägnanten deutschen Bandnamen zu finden. SILBER, NIEDERSCHLAG, RAMMSTEIN, LEICHENWETTER… was es nicht alles gibt. Insofern haben die Jungs von TREIBHAUS die erste Hürde bereits überstanden. 2 Silben, ein leicht metaphorischer (weil heißer) Beigeschmack, einfach auszusprechen und auch ein guter Fingerzeig auf das zu erwartende Genre. Früher hieß das ja mal „Neue Deutsche Härte“, heute vielleicht einfach rifflastige und dennoch emotionale Musik mit deutschen, eventuell provokanten Texten. „Hart Pop“ nennen es die „Treibhäusler“ selber. Doch wer versteckt sich eigentlich hinter dem Projekt? 2003 startete Frontmann Curt Doernberg mit dem Songwriting, als weitere Bandmember sind Matthias Liebetruth, Frank Fügner und Kai Rudat (weibliche Vocals) zu nennen. Dass es sich bei dem Quartett um keine Anfänger handelt, kann man ihrer musikalischen Historie entnehmen. So praktizierte man sein Handwerk schon bei etablierten Kapellen wie ROUGH SILK, RUNNING WILD, HEADCRASH und WELLE:ERDBALL, unterschiedlicher können die Einflüsse eigentlich kaum sein.

Zur Bewertung lag mir die aktuelle Promo CD „Unsterblich“ vor, die mit 5 Songs und gut 20 Minuten Spielzeit aufwarten kann. Weitere Tracks sind allerdings bereits fertig gestellt, so dass das vollständige Debüt-Album mit gleichem Namen nun bald auf die Öffentlichkeit losgelassen werden kann. Spieltechnisch steht einer Infizierung der musikbegeisterten Öffentlichkeit also nichts mehr im Wege, was man bei der beschriebenen Vita auch erwarten konnte. Man versucht sich an einer Mischung aus Gitarren und Elektronica mit einprägsamen deutschen Texten im Spannungsfeld von OOMPH!, RAMMSTEIN und den härteren WITT-Sachen. Repetetive, harte Riffs untermalt von Drumloops sowie Synthie-Effekten bilden die instrumentale Basis, auf der Curt mit einer düsteren Sprechstimme das Sahnehäubchen setzen möchte. „Möchte“, weil er dabei noch ein wenig zu ausdrucklos wirkt, den leicht pathetischen, auf Bombast getrimmten Refrains fehlt so ein wenig der Spannungsbogen, der zu einem endgültigen AHA-Elebnis führt. Das alles klingt noch zu sehr wie aus einem Genre-Setzbaukasten zusammengeschustert, ohne allerdings wirklich flüssig in den Arrangements, wirklich mitreißend im Songaufbau zu sein. So plätschern die Stücke ein wenig am Rezensenten vorbei, ohne große Höhepunkte.

Versteht mich nicht falsch, das ganze verdient sicherlich das Prädikat „ordentlich“ und liegt auch am Puls der Zeit, aber um richtig „groß“ zu werden, muss man das Genre nicht nur „wollen“, sondern auch leben. Ich bin gespannt auf den weiteren Werdegang!

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