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TROLLHEIM’S GROTT - Bloodsoaked & Ill-fated

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Trollheims_Grott.jpg
Artist TROLLHEIM’S GROTT
Title Bloodsoaked & Ill-fated
Homepage TROLLHEIM’S GROTT
Label WOODCUT RECORDS
Veröffentlichung 01.03.2004
Leserbewertung
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Komisch, da habe ich doch letzte Woche in einem Film gesehen, dass die Trolle vernichtend geschlagen wurden und jetzt kommen schon wieder ein paar Exemplare musikmachend um die Ecke… Diese Trolle stammen aus Finnland, man könnte sie quasi als „Finntrolle“ bezeichnen – HAHA, was war nur in dem Alcopop drin? O.k. den Ball und die CD neu fixieren und zielstrebig aufs Tor zulaufen. TROLLHEIM’S GROTT nennt sich die Brut, die sich 1997 in Kuopio formierte, um gemeinsam zu musizieren. Neben der Musik sollte aber vor allem die „trollische“ Lebensphilosophie im Vordergrund stehen, man gründete nebenher das sogenannte „Trollsyndikat“! Was genau dahintersteckt, konnte ich ob der nicht funktionierenden Homepage auch nicht eruieren, ich vermute mal, es werden Schutzgelder von unschuldigen kleinen Hobbitkneipen erpresst, um die teure Musikerkarriere zu finanzieren.

Der erste Output dell’Arte war „Bizarre Troll Technology“ aus dem Jahre 2001. Die CD sah schön aus und wurde als innovative neue Extrem Metal-Art beworben, so schlug ich natürlich zu, stellte dann aber fest, dass sich netter, aber ordinärer Black Metal darauf befand. Die versprochenen Elektronik-Anteile konnte man an drei Fingern abzählen, dieses Manko soll nun behoben sein auf „Blutgetränkt und desillusioniert“ (freie Übersetzung!). 8 gut produzierte Tracks zwischen Death/ Black Metal und Techno/ Industrial wurden angekündigt und auch dieses mal tendiert man wieder in die erste Ecke, allerdings mit deutlich verbessertem Songwriting. Alles klingt brutaler, flüssiger, homogener und die elektronischen Beigaben wurden immerhin ein Stück weit erhöht. Besonders die letzten beiden Tracks „Experimentation“ sowie „Addicted to Lethal Injections“ zeigen möglicherweise die zukünftige Richtung auf: Grober Gesang, kalte und brutale Riffs und darunter ein Drum N Bass Teppich bzw. Elektro Loops. Gerade der Rausschmeißer stellt schon eine nahezu vollkommene Synthese dar, aber man traute sich offensichtlich noch nicht, den Weg ganz zu gehen. Ein Weg, den bereits ABORYM und …AND OCEANS, die ich sehr schätze, gegangen sind. Nur einer der vielen möglichen Wege, aber durchaus ein probater.

Da aber auch die restlichen Stücke kraftvoll, kalt und aggressiv rüberkommen, sollte man den Trollen durchaus mal ein Ohr leihen, sie werden es sicherlich verspeisen. Man gibt sich imagetechnisch zwar wesentlich avantgardistischer als es der Sound halten kann, aber dennoch eine schmackhafte Abwechslung für den nordischen Gabentisch. Haltet eure Frauen und Kinder fest: Das Trollsyndikat ist in der Stadt!

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