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TULUS - Olm Og Bitter

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Tulus-Olm-Og-Bitter.jpg
Artist TULUS
Title Olm Og Bitter
Homepage TULUS
Label TABU RECORDINGS
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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7.0/10 (1 Bewertungen)

Während der letzten Jahre gab es zwischen KHOLD und TULUS eine Art Wechselspiel. Immer wenn Sverre (aka Gard, Vocals & Gitarre) und Drummer Sarke mit der einen Band eine Pause einlegten, wurde die andere wieder erweckt. Das funktionierte soweit gut, unterscheiden sich die beiden Combos, auch wenn beide im Black Metal aktiv sind, in einigen wichtigen Facetten. So integrierten TULUS in ihre Songs auch gerne mal Hornbläser, Piano, Streicher oder weibliche Vocals, zogen im Gegenzug allerdings den Härtegrad phasenweise gerne mal richtig an. KHOLD dagegen sind eher im Midtempo-Bereich angesiedelt und besinnen sich auf die grundlegenden Black N’Roll-Zutaten, ohne irgendwelche andere Beilagen zuzulassen.

Mit „Olm Og Bitter“ verschwimmen diese Unterschiede nun allerdings immer mehr. So rotieren auf diesem Album schwere Riffwalzen im Midtempo und kleine aber feine Melodien duellieren sich mit brachialeren Ausbrüchen. Dazu wissen im Hintergrund laufende, aber ein prägnantes Fundament zementeriende Bass-Lines zu gefallen. So bietet jeder Song einen gelungenen Spannungsbogen aus getragenen, eindringlichen und schön harten, direkten Parts. Dazu schneidet sich Gard mit seinen wieder durchweg in Norwegisch gehaltenen Vocals unverkennbar sägend seinen Weg durch das musikalische Dickicht.

Auf „Olm Og Bitter“ treffen sich KHOLD und TULUS quasi in der Mitte. Die eine Seite lässt die Spielereien beiseite (abgesehen von einer kleinen Akustikgitarren-Einlage am Ende) und die andere kommt mit einer Ecke mehr Schwung aus der Hüfte. Schade nur, dass dieses Werk nach nur 30 Minuten zu Ende ist. Denn gerade wenn man richtig in z.B. das wuchtige „Draugtatt“, das kantige „Angst“ oder das treibende „Labyrint“ eingetaucht ist, sind die Stücke auch schon wieder zu Ende. Schade, diesen schwungvollen Sound hätte man gerne noch länger zelebrieren können!

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