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TUXEDO - Fight

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Tuxedo-Fight.jpg
Artist TUXEDO
Title Fight
Homepage TUXEDO
Label EIGENPRODUKTION
Leserbewertung
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9.0/10 (2 Bewertungen)

Action-Witzbold Jackie Chan verkörperte in „The Tuxedo“ einst die „Gefahr im Anzug“. Die namentlich identischen Oberösterreicher kleiden sich hingegen einheitlich in Lederhosen („was für ein ziemlich abstraktes Bühnenbild sorgt“), zumindest für die Auftritte. Dieser Umstand macht das gleichzeitige Praktizieren atemberaubender Martial-Arts-Verrenkungen sicherlich zu einer höchst anspruchsvollen Kunst. Damit die schönen Buchsen also möglichst lang erhalten bleiben, beschränkt sich das Quartett auf den akustischen „Fight“, der mit der zweiten EP so far ausgetragen wird.

Im Ring aufeinander treffen das moderne Metal-Hardcore-Brett und dem Crossover zugeordnete Einflüsse. Unter zuletzt genanntem Aspekt läuft die zusätzliche Percussion, die schon für das beginnende „World Of Deadhearted“ mächtig zertrommelt wird, ebenso wie die bei „Deambula“ vernehmbaren Sprechgesänge. Dennoch werden die kulinarischen Ausbrüche auf eine dezente Menge gebracht, die auch im Laufe der Platte überschaubar bleibt. Wenn sie damit auch nicht das Handtuch werfen müssen, sind sie dem verstärkt brutalen Vorgehen der anderen Fraktionen unterlegen. So keift und brüllt man gleich im Doppelpack, zerschreddert mit der Riff-Säge auf der einen Seite und groovt mal auf der anderen. Zusammen mit den Zusatztrommeln steuern die zentralen Drums zeitweise auf einen gar exzessiven Zustand hin, schaffen sie es doch auch schon alleine, den Gehörgang frei zu pusten. Trotz anhaltender Aggressivität integriert sich die Klampfe teils mit melodischen Verschnitten, womit auch der für gesangliche Reinheit geebnete Weg das teils clean gesungene „Fanatics“ ermöglicht. Ohne den Vorsatz Metalcore also stereotyp zu erfüllen, bollern die Österreicher nicht einfach nur stur nach vorne.

Auch wenn sich die EP letztendlich nicht in Abwechslung suhlt und TUXEDO packende Momente noch nicht auf voller Songlänge verwerten konnten, bietet „Fight“ ein paar schicke Momente. Vielleicht sollte man einfach noch einen zusätzlichen Jodler einstellen. Witzig wär’s bestimmt.

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