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TYRANT - Grimoires

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Tyrant-Grimoires.jpg
Artist TYRANT
Title Grimoires
Homepage TYRANT
Label WORLD CHAOS PRODUCTIONS
Leserbewertung
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Mmh, dies ist schon das dritte Werk der japanischen Schwarzkittel, und das einzige, was ich bisher wusste, ist, dass einige Musiker von RITUAL CARNAGE diese Combo als Zwischenstopp genutzt haben. Nun also habe ich dann endlich mal die Möglichkeit mir ein Bild von dieser Band aus dem für Black Metal doch eher ungewöhnlichem Land zu machen. Ungewöhnlich ist ein gutes Stichwort. Denn nicht nur die Herkunft der Band ist nicht gerade bekannt für ihre Black Metal-Szene, sondern auch der Sound der Asiaten fällt gewöhnungsbedürftig aus.

Aber ich fange mal von vorne an. Grundlegend spielen TYRANT recht ordentliche Schwarzheim-Mucke. Zirrende Riffs, schön böser Krächz-Gesang, Drums mal knüppliger, mal grooviger und die Gitarrenmelodien werden des öfteren von Keyboard-Sounds unterstützt. Dazu werden in den überlangen Songs immer wieder doomige und ruhige Phasen eingebaut, bei denen meist düstere Spoken Words zum Zuge kommen. Erinnert mich etwas an die ersten Demos von CRADLE OF FILTH. Der Sound ist nicht gerade überragend, aber ok. Vor allem die Drums klingen sehr nach Drum-Computer. Zwar wird in der Info ein Drummer im Line Up geführt, dieser und auch kein anderer Schlagwerker werden aber im Booklet nicht erwähnt, daher dürfte die Verwendung eines Compis nicht unwahrscheinlich sein. So, bis hierhin nichts wirklich besonderes… Doch jetzt kommt der Punkt, warum die Band mal locker über ein Jahr gebraucht hat, um den abschließenden Mix gebacken zu kriegen. Denn neben den Keyboard-Sounds setzen TYRANT noch Flöten, Orgeln, Violinen und Celli als zusätzliche Instrumente ein. Selbst das ist ja heutzutage nicht mehr so neu, doch die Art der Verwendung stellt die Japaner vor einige Schwierigkeiten. So kommen diese Sounds nicht nur als Intro oder in den ruhigen Passagen zum Einsatz, sondern treten oft als gleichgestelltes Instrument neben der Gitarre in Erscheinung. Da kommen z.B. die Orgel-Klänge u.a. bei “Fallen Angel of Plague” (sonst der stärkste Song auf “Grimoires”) einfach zu penetrant aus den Boxen und die Streicher bei “Babylon, the great” schmerzen fast regelrecht in den Ohren (und wieder ist der Track an sich recht gut).

So hätte man sich bei den Aufnahmen lieber dazu entscheiden sollen, diese Einlagen zu minimieren oder zumindest mehr in den Hintergrund zu legen. Denn zusammen mit dem wirklich gelungenen Artwork von Jarmi Lahti wäre “Grimoires” ein richtig ordentliches Stück Black Metal geworden.

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